Dienstag, 14. November 2017

Hannya - im Bann der Dämonin von Dieter R. Fuchs

Hannya - im Bann der Dämonin 

von Dieter R. Fuchs




Die abenteuerliche Geschichte um eine geheimnisvolle Schnitzerei, ein Netsuke, lässt das alte Japan aufleben, so wie es wirklich war.
Während seines tausendjährigen Lebenslaufes geht das aus einem ganz besonderen Hirschgeweih geschnitzte Kleinod in vielerlei Gestalt durch unzählige Hände und die spannenden Geschehnisse um seine jeweiligen menschlichen Besitzer erzählen eindrucksvoll von den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, den Riten des uralten Shint -Kultes und dem Buddhismus.Ob Regent, Samurai, Schamanin, Händler, Künstler oder Mönch, niemand konnte sich der Magie dieses Objekts entziehen. Auch jener alternde Mann in Nürnberg nicht, bei dem es schließlich in der Neuzeit landet, und der dessen Faszination genauso erliegt wie später die ihn betreuende Ärztin. Bis man sich von diesem Bann wieder befreien möchte ...


Das Cover sieht mal so ganz anders aus, aber wirkt wunderschön auf mich. Der Klappentext hat dann noch dazu beigetragen, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe.

Von Dieter R. Fuchs ist es mein erstes Buch, welches ich gelesen habe und wurde nicht enttäuscht, denn, auch wenn der Schreibstil gewöhnungsbedürftig ist, nicht ganz so leicht und flott zu lesen, hat mich die Geschichte dennoch fasziniert.
Zu Beginn des Buches bekommt man eine Begriffserklärung und dann geht es auch schon los. Die Geschichte spielt in den Jahren 1985, vor 1000 Jahren und 1995 in Nürnberg. Der Perspektivenwechsel jedoch verwirrt hierbei nicht.

Die Charaktere sind nett, sympathisch und mysteriös, jedoch möchte ich anmerken, dass es sich hier nicht um einen reinen Fantasyroman handelt, sondern eher um einen Roman, mit historischen Hintergrund, japanischer Kultur und geschichtliche Informationen. Es ist aber auch kein Sachbuch oder Geschichtsbuch, nein, sondern eine gute Mischung aus Geschichte, Sachbuch und Fantasy, in dem es um eine kleine Schnitzerei, der Netsuke handelt, die mehr als Magie ist.

Der Weiße Hirsch mit den blauen Augen hat mich besonders fasziniert und auch die Begriffe wie Yamabushi, Chariari usw. werden im unteren Teil der Seite beschrieben.

Die Handlungen, die abenteuerlich und spannend sind, fand ich sehr gut, sowie die Charaktere und das Setting selbst. Der Inhalt spiegelt in alle ein wenig Magie, ein wenig Fantasy aber viel Japanisches.

Ich würde es mal so sagen, reine Fantasy-Fan kommen hier nicht auf ihre Kosten, aber es ist lesenswert und für zwischendurch auch einmal etwas anderes.


"Ein interessantes literarisches Werk, über ein Hirschhorn-Netsuke und einen Mann der dem Mythos Netsuke "zufällig" in Nürnberg gefunden hat. Nicht ganz so leichte Lesekost, aber lesenswert, wenn man sich für japanische Kultur interessiert. Lesenswert." 

an den Schwarzer Drachen Verlag für das Bereitstellen des Leseexemplars, was jedoch meine ehrliche und persönliche Meinung nicht beeinflusst hat.







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