Mittwoch, 5. Juli 2017

Buchbesprechung Tumoreske von Wolfgang G.Fienhold

Tumoreske 

von Wolfgang G.Fienhold

Verlag: Fabylon
Seiten: 200
ISBN: 978-3-927071-49-0
Preis: ist beim Verlag nicht mehr erhältlich 
Genre: Satirische Krankenhausgeschichten
Reihe: Ja, Band 3 der Seven7Fancy Reihe 
Veröffentlicht: November 2010

Klappentext:

WOLFGANG G. FIENHOLD mag keine Krebsbücher und Todesmeldungen, die mit den Worten beginnen: Nach schwerem, langem Kampf hat der Krebs gesiegt. Krebsbücher werden oft von Prominenten, eher aber von Semi-Prominenten verfasst, die anderen Mut machen sollen. Das ist eine Standardaussage, natürlich auch über sich selbst. Andere jammern oder langweilen. Alle kämpfen wirklich, mit Bestrahlungen, dem Verzehr von kiloweise Himbeeren und anderen hilfreich erscheinenden Nahrungsmitteln. Nicht so Wolfgang G. Fienhold. Wenn er mal nicht aufstehen kann, findet das Sektfrühstück eben im Bett statt. Ein Leben ohne Genuss, auch wenn es dann ein paar Tage oder Wochen länger dauert, wäre für ihn kein Leben. Er kämpft nicht, sieht die skurrilen und aberwitzigen Seiten des Sterbens. Auch wenn Humor, Ironie und Sarkasmus keine Heilmittel sein mögen – Fienhold, der seit 2007 an Krebs erkrankt ist und seit 2009 fast jede Metastase persönlich kennt, lebt, mit einigen Einschränkungen, weiter wie bisher. Auch die Endphase hat noch positive und witzige Tage. Hier wird nicht gejammert und auch kein Mut gemacht. Hier wird genial unterhalten und Spaß verbreitet. Das macht dieses Buch einzigartig. Wolfgang G. Fienhold ist der Überzeugung: Wer das Leben nicht so ernst nimmt, braucht den Ernst auch beim Sterben nicht. Und so entstand das „witzigste Krebsbuch aller Zeiten“. Neues vom Autor des Bestsellers "Die flambierte Frau", der 1983 erfolgreich mit Gudrun Landgrebe verfilmt wurde.

Meine persönliche Meinung:
Dieses Mal fällt es mir wirklich sehr schwer eine "Rezension" zu diesem Buch zu schreiben, weil es sich normalerweise um ein sehr ernstes Thema handelt und zweitens der Autor im Jahre 2011 an der Krankheit verstarb. Dieses Buch ist nicht für jeden Leser gedacht, sondern für Leser die nicht alles immer gleich schwarz sehen oder negativ, aber gut, ich fange beim Cover an.

Wie man sehen kann, zeigt das Cover ein Röntgenbild einer Hand und eine Herzlinie. Der Patient zeigt beim Röntgenbild den Mittelfinger und bedeutet für mich "Sch**** auf die Krankheit". Wer das Cover nicht mag, wird auch die harte mit schwarzen Humor unterlegte Schreibweise des Autors nicht mögen. 
Wer glaubt, hier in diesem Buch eine "einfühlsame" Geschichte über Krebs zu erhalten, irrt sich gewaltig, denn Wolfgang G. Fienhold hat hier seine Sicht und Einstellung gegenüber der Krankheit, Reha-Aufenthalt, Krankenhausalltag und Co aufgeschrieben. 

Der Autor beschreibt mit einem Sarkasmus und Humor diese Erlebnisse, dass man teilweise so auflachen muss, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. 

Natürlich ist mir klar, dass Betroffene anders denken können, jedoch kann ich auch sagen, dass ein humorvoller Umgang mit einer Krankheit immer etwas Gutes hat. Sei es auch nur für ein paar Minuten. Ich kenne genug Menschen in meinem Umkreis, die an Krebs erkrankt sind, noch mit der Krankheit kämpfen oder aber auch leider schon von uns gegangen sind, aber was ich bemerkt habe und selbst erlebt habe, ist, dass die meisten den Krebs den Kampf mit Humor angesagt hatten. Sie haben sich nicht von der Krankheit unterkriegen lassen, sondern ihr Leben aufs neue entdeckt. 

Ich denke das Wolfgang G.Fienhold dem Leser mit diesem Buch nichts anderes mitteilen wollte, außer das man jeden Tag mit Humor bestreiten sollte, denn das Leben ist leider schon viel zu ernst genug. 

Mein Fazit:

"Danke für dieses Buch. Ruhe in Frieden Wolfgang G.Fienhold und ich wünsche mir, dass viele Menschen deinen Humor haben würden."


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