16 Juni 2017

Buchvorstellung Königsfreunde Band 1 von Isabell Schmitt-Egner

Buchvorstellung Königsfreunde Band 1


Ich möchte euch heute Königsfreunde vorstellen und bevor ich mit Band 1 beginne, bekommt ihr natürlich auch noch hier die Vorgeschichte dazu. 
Und hier seht ihr auch noch die Karte von der Königsfreundewelt.



Vorgeschichte: Der einsame Prinz

Freier Download der Geschichte für alle in allen Shops.
Es wird der Tag vor der Krönung des Königs beschrieben aus der Sicht des Auftragsmörders, der zugleich der Vertraute des Prinzen ist.

Allgemeiner Inhalt von Königsfreunde
Die Königsfreundegeschichten spielen in einer mittelalterlich anmutenden Welt. Es gibt keine Magie, nur normale Menschen und Tiere. Aberglauben kommt dennoch vor, allerdings wird der Glaube an Gott nie thematisiert. Auch die Hochzeitsrituale in der Königsfreundewelt sind nicht kirchlicher Art. 

Königsfreunde Band 1

Verlag: Selfpublishing
Seiten: 462
ISBN: 978-1494748357
Preis: €3,50 Ebook, KU gratis oder direkt bei Isabell als Schmuckausgabe
Reihe: Ja, Band 1
Veröffentlicht: 4.Februar 2014
Inhalt:
Alles dreht sich um den Jungen Robin, der zu Beginn der Geschichte fünfzehn ist. Seine Eltern sind seit einem halben Jahr tot und er wird zum König gekrönt. Das sieht allerdings nicht jeder gern und es spinnen sich Intrigen und Pläne, den Jungen zu beseitigen. 
Aber es kommt anders, denn der gedungene Mörder verschont ihn und bringt ihn in ein abgelegenes Tal zu einer Bauernfamilie. 
Dort lernt Robin etwas ganz Neues kennen: Echte Liebe von anderen Menschen.
Wie wird sich das auf den einsamen, aber verwöhnten jungen König auswirken?
Und kann Robin den Thron zurückerobern?
Außerdem lernt er die wilde Bauerntochter Clara kennen und die macht mit angeberischen Prinzen kurzen Prozess.



Leseprobe

Nesa griff nach seiner Hand und Robin zog sie weg.
»Meine Hände darf niemand berühren. Das ist verboten.«
»Und warum ist es verboten?«, fragte Nesa geduldig.
»Weil ich mit den Händen regiere. Deshalb.« 
»Aber dann kann dir nie jemand die Hand geben. Darfst du denn auch niemanden berühren mit deinen Händen?«
»Warum sollte ich?«, fragte Robin. 
»Weil jeder Mensch sich nach Berührungen sehnt. Wir erkranken ohne Berührungen. Und wir trösten einander mit den Händen. Siehst du?« Nesa legte ihm ihre Hand an die Wange. Robin wollte den Kopf wegdrehen, aber dann tat er es doch nicht. Er sah zu ihr auf und suchte in ihrem Blick nach Spott. Aber sie blickte ihn nur freundlich an. Dann nahm sie seine Hände in ihre und hielt sie sanft fest. 
»Deine Hände sind ja ganz heiß. Du hast sie dir wundgearbeitet. Ich hole dir was.« Sie ging und kam mit einem Salbentiegel zurück. Vorsichtig nahm sie Robins Hand und er widerstand dem Impuls, sie ihr zu entziehen. Nesa strich mit vorsichtigen Bewegungen kühle Salbe auf seine Haut. Schon während sie das tat, ließ das Brennen nach. Robin atmete durch. 
»Ist es jetzt besser?«, fragte sie leise.
»Ja«, flüsterte Robin.
»Du wirst dich schon bei uns einleben«, sagte Nesa und wickelte ein Stück Leinen um Robins Hände. »Jakob hat gesagt, du hast fast das ganze Holz gespalten. Das hätte ich nicht gedacht.«
»Wieso nicht?« 
Nesa lächelte. »Weil ich dachte, ein König kann nicht so viel arbeiten.«
»Ich kann alles, was ihr auch könnt«, sagte Robin.
»Es sieht ganz so aus. Kannst du dich denn auch wie wir verhalten? Das wäre nämlich wichtig. Niemand darf merken, wer du bist, wenn wir morgen auf den Markt ins Dorf gehen.«
»Warum ist euch das so wichtig, dass niemand was merkt? Was habt ihr davon?«
»Wir wollen nicht, dass dir was passiert.«
»Warum nicht? Wie viel hat euch Marquard gezahlt, damit ihr euch um mich kümmert?«
»Es geht nicht immer ums Geld, Robin. Du musst lernen, dass es Leute gibt, die sich um dich sorgen. Um den Jungen Robin, nicht um den König oder jemanden, der viel Geld wert ist. Ich war am Anfang dagegen, dich hier aufzunehmen. Ich dachte, ein Königssohn, das kann nur Ärger geben.«
Robin sah zu ihr auf und unterdrückte das Gefühl der Enttäuschung, das ihn gegen seinen Willen überkam. Der Gedanke, dass Nesa kurz gegen ihn gewesen war, gefiel ihm nicht. Dabei war es gleichgültig, wenn ihn ein paar Bauern ablehnten. Sie hatten nicht mal das Recht, ihn abzulehnen, wenn er es nicht wollte!
Nesa nahm seinen Kopf in beide Hände, dann küsste sie ihn auf die Stirn. Er fühlte ihre warmen Lippen. 
»Ich bin jetzt sehr froh, dass du hier bist. Schlaf gut. Wir sehen uns morgen«, sagte sie und blies die Lampe aus. 
Robin schaute ihr im Dunkeln hinterher, wie sie im Mondlicht in ihrem weißen Nachthemd hinausging. Sie hatte ihn einfach auf die Stirn geküsst, ohne zu fragen. Und sie umarmten ihn ohne Erlaubnis, berührten ihn, fassten seine Hände an. Das ging nicht, er wusste es. Aber ein Teil von ihm wollte es, und dieses Wollen drängte sich an die Oberfläche.


Kommentare:

  1. Klingt mehr als nach meinen Geschmack und ein toller langer Beitrag von dir ist und mehr als interessant ist für mich :-) Ganz toll geworden ist (y)
    VLG Jenny

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    1. Liebe Jenny, vielen lieben Dank <3 Herzliche Grüße, Manu

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  2. Hey,

    der Robin tut mir Leid. 15 Jahre alt und es liest sich, als ob er noch nie wirklich Zuneigung erfahren hat. Vielleicht ist es ganz gut für ihn, dass ein Anschlag auf ihn verübt wurde. Ich weiß, kingt markaber. Aber Nesa hat da ganz Recht, dass man Berührung braucht.

    Gruß Isbel

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    1. Dankeschön Isbel für deinen Besuch und Kommentar. <3 Herzliche Grüße, Manu
      Ich bin sehr gespannt wie sich alles entwickeln wird und werde natürlich auch darüber berichten ;)

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    2. Robin kennt das halt überhaupt nicht. Er ist nur von Leuten umgeben, die sich um ihn bemühen, weil sie dann Vorteile haben oder bestraft werden. Es geht nie um ihn als Mensch. Das lernt er erst bei den Bauern, wie sich das anfühlt.

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