Montag, 1. Mai 2017

Interview mit Helen Marie Rosenits

Interview mit Helen Marie Rosenits


Liebe Helen, 

vielen herzlichen Dank für Deine Zeit, die Du Dir für das Interview genommen hast. Wir haben uns ja über Email kennen gelernt und ich bin heute noch sehr froh und dankbar, dass Du mich gefunden hast. 
Also dann legen wir mal los. 

Ihr Lieben, heute lernt ihr Helen Marie Rosenits etwas näher kennen :) 


1.) Möchtest Du Dich uns kurz vorstellen? 

Mein Pseudonym ist ‚Helen Marie Rosenits‘ (alle Namensteile sind der mütterlichen Seite der Familie entlehnt) und ich bin eine Frau mit 55+, die vor sehr langer Zeit den Titel ‚Dr. iuris‘ erworben hat. Zudem komme ich aus dem wunderschönen Österreich, zuweilen auch als Ösiland bezeichnet.

2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Bereits in der Schulzeit liebte ich alle schriftlichen Ausdrucksmöglichkeiten wie Aufsätze, Schularbeiten, Referate usw., für die ich auch immer sehr gelobt wurde. Nur an der mündlichen Performance haperte es stets ;-) ;-) 
Ich habe so manche Stunde in meinem Kinder-/Jugend-Zimmer kleine Geschichten geschrieben, so manchen Plot oft nur im Telegrammstil entworfen, um ihn später ‚auswälzen‘ zu können oder meine Oma mit fantastischen Erzählungen unterhalten. Vor allem aber habe ich viele Gedichte verfasst. Ihr wisst ja – pubertärer Überschwang & Co.

3.) Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Beschreibe sie uns kurz. 

Bis jetzt sind Band 1 und 2 von meiner Trilogie erschienen. 
Teil 1 erzählt die Geschichte von Hanna nach ihrem Herzinfarkt, der für sie eine Zäsur darstellt. Sie arbeitet ihr Leben in einem Buch auf und macht sich auf die Suche nach einem Verlag für ihre Ergüsse. Als sie schließlich von einem akzeptiert wird, beginnt ein neuer Weg für Hanna, auf dem alles durcheinander gewirbelt wird – vor allem ihr Privatleben, bis sie letztendlich zwischen zwei Männern steht.
Teil 2 bringt die Fortsetzung, in deren Verlauf sich das Beziehungs-Wirrwarr aufklärt und über Umwege bzw. Erzähl-Nebenstränge in einem Happy-End mündet.



4.) Woran arbeitest Du gerade?

Momentan schreibe ich an Teil 3 der Trilogie, die im Herbst erscheinen soll. 
Im Kopf spukt jedoch schon die nächste, mögliche Arbeit herum (ein historischer Roman, der in der Gegend des südlichen Niederösterreichs im Mittelalter spielen soll. Motto: Maximilian lässt grüßen!).

5.) Was machst Du in Deiner Freizeit?

Unser Garten ist eine Quelle steter Freude, aber auch Herausforderung, genauso wie unsere beiden Hunde ;-) ;-) 
Deshalb gehört diesen beiden Polen der größte Teil meiner freien Zeit. Ich kämpfe jedoch tapfer, um mir jede Minute an Lesevergnügen abzuzwacken ;-) 

6.) Lieblingsbuch und Lieblingsautor?

Da gibt es zu viele. Goethe (Faust), Hermann Hesse (Steppenwolf), Antoine de Saint-Exupéry (Le Petit Prince – auf Französisch), Jacques Prévert (seine Gedichte im Original) oder die vielen historischen Romane von Monica McCarty, Paula Quinn, Lynsay Sands, Brenda Joyce, Kinley MacGregor usw., die mir Ideen und Anstoß für meine geplanten weiteren Bücher liefern.

7.) Wo schreibst Du am liebsten und wie können wir uns Dich dabei vorstellen? 

Der Einfachheit halber schreibe ich beim Desktop-PC, aber sehr gerne auch auf einer Bank im Garten mit Block und Bleistift, wobei ich das Ergebnis dann allerdings mühsam in ein word-doc übertragen muss. Manchmal ist mein Hirn aber auch so hinterhältig und quält mich des Nachts mit tollen Wortgefechten, überraschenden Wendungen im Plot oder lieblichen Szenen. Dann stürze ich mit Taschenlampe, dem stets neben dem Bett liegenden Heft und Bleistift ins Bad, setze mich auf den Badewannenrand und kritzle den Output der grauen Zellen aufs Papier. – Also alles in allem teilweise strukturiert, teilweise chaotisch, unter Umständen sogar leicht irr.

8.) Wie sieht Dein ganz normaler Alltag aus?

Da mein Gatte bereits in Pension ist, haben wir kein so straffes Korsett mehr wie früher. Deshalb erstreckt sich die Frühstückszeit durchaus zwischen 8.30 bis 10.30 Uhr, je nachdem, wie lange mein Göttergatte vor dem Fernseher gesessen ist und ich meine Bücher (als Taschenbuch oder auf dem Kindle) ‚gefressen‘ habe. Dann haben wir den üblichen Haushaltskram zu erledigen oder ich selbst finde diverse außerhäusliche Angelegenheiten (Einkauf, Bank, Post usw.) auf meiner To-do-Liste. Bei Schönwetter ist natürlich Gassi-Gehen angesagt und die je nach Jahreszeit notwendige Gartenarbeit fällig.

9.) Dein Lieblingsgenre beim Lesen sowie beim Schreiben?

Beim Lesen eindeutig die Sparte ‚Historische Romane‘, ergänzt um zeitgenössische Liebesromane. Beim Schreiben bevorzuge ich das Fach ‚Liebesromane‘, wobei ich versuche, nicht nur Romantik inklusive aller Liebes-Verirrungen darzustellen, sondern auch philosophische Fragen, Schicksalsschläge und landschaftliche Szenarien miteinzubauen.

10.) Dein Lieblingszitat?

„Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier,
Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir,
Und messen uns’re trägen Tritte nach Raum und Zeit,
Und sind, und wissen’s nicht, in Mitte der Ewigkeit.“ 
(Johann Gottfried Herder) 

11.) Dein Lieblingsland und warum? 

Meinen Büchern nach zu urteilen, könnte es Irland sein. Ich war jedoch noch nie in diesem Land, leider. 
Meine Träume oder Sehnsüchte lassen sich vielleicht gar nicht an einem speziellen Land festmachen, sondern eher an einem bestimmten Landschafts-Typ. Niedrig ziehende Wolken, Meeresrauschen an zerklüfteten Felsen und Klippen, raue Steine, zeitlos, würzig duftende Wiesen, keine Norm weit und breit, Leben ohne Hast, archaische Szenerie, uralt und uns überdauernd.

12.) Wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?

Wenn diese konstruktiv und konkret ist, vielleicht  sogar mit Verbesserungs- oder Änderungsvorschlägen einhergeht, dann fange ich damit etwas an und sie kann mich weiterbringen. 
Mit einem anderen Autor verglichen zu werden, hilft mir jedoch in keiner Weise, weil ich ICH bin und nicht jemand anderer – und auch nicht sein will. 
Und meint ein Kritiker etwa, ich würde Essig schreiben, während er Honig liebt, dann kann ich nur ‚aha‘ sagen, es einfach als gegeben hinnehmen und weitergehen.
Wie du bemerkst, sehe ich nichts bloß WEISS oder SCHWARZ, sondern in einer Palette an allen Farbnuancen dazwischen. 

13.) Wie entstehen Deine Protagonisten?

Sie sind teils dem realen Leben entnommen, teils reines Fantasieprodukt, also Kopf-Kino. Ich gebe ihnen Eigenschaften, die mir sehr vertraut sind oder waren, die ich mir oder jemand anderem wünschen würde. Und vielleicht haben sie auch manchmal Züge, die bloßes Wunschdenken sind. Doch wer weiß dies schon mit Sicherheit zu sagen?

14.) Möchtest Du Deinen und meinen Lesern noch etwas mitteilen?

Ich sende an jede/jeden von Euch mein großes Dankeschön – für den Willen und die Wagnis, sich einer Neo-Autorin zu öffnen und ihren beginnenden Weg zu begleiten. Merci, dass ihr meine beiden Romane lesen wollt, auch wenn die ‚Heldin‘ nicht den üblichen Klischees entspricht, und die Geschichte eventuell mehrmaliges Lesen einfordert, um die Nachdenklichkeit, den Ernst, die Philosophie und das Ungesagte zwischen den Zeilen voll auszuloten. 
Ich hoffe, Ihr bleibt mir treu und folgt mir auf meiner Homepage, Facebook, Google+ oder meinen Blogs. Ganz herzliche Grüße an alle!
Eure Helen Marie Rosenits


Liebe Helen, vielen lieben Dank für das schöne Interview mit Dir. 



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