Samstag, 20. Mai 2017

Interview Lily Konra

Interview Lily Konrad 

Name: Lily Konrad
Augenfarbe: blau
Haarfarbe: Chocolate Cherry (Ja gut, zugegeben: Sie sind gefärbt. Sonst wären sie größtenteils grau.)
Größe: 180 cm
Geburtstag: 21. Februar
Sternzeichen: Fische
Heimatort: Meine Wahlheimat ist Butzbach, 50 km nördlich von Frankfurt. Geboren bin ich aber in Stade (Niedersachsen).
Hobbys: Außer Schreiben und Lesen sind da vor allem Reisen, Wandern, Schwimmen, Stricken und Kochen. Und seit Neuestem Trailen mit unserem Hund
Haustiere: Zelda, ein Border Collie – Appenzeller Senne – Mix

Wenn ich 3 Wünsche frei hätte:
Würde ich auf einem Schiff einmal um die Welt fahren, meine Lieben und ich blieben bei guter Gesundheit und meine Bücher würden ihre Leser finden, ohne dass ich nervige Werbeposts dafür veröffentlichen muss 😊
Das mag ich: Oh je, wieviel Zeit hast du? Da gibt es wirklich viel! Meine Familie und meine Freunde, meinen Hund, saure Lachgummis, den Sommer, das Meer, intelligente Gespräche, Bücher, Mangos, im Wald spazieren gehen, Orchideen, Neues kennenlernen, in Buchläden stöbern, Grauburgunder, Jeans, die Marke Desigual, Großzügigkeit, Humor, unsere Terrasse, Sushi, Sand unter den Füßen und Wind in den Haaren …
Das mag ich nicht:Miesmacher, Kälte, Salzgurken, den November, abends schnell was kochen müssen, Steuererklärungen, Engstirnigkeit, Autopannen, Zeitdruck, Befehle, Fensterputzen, Eierlikör, Besserwisser, fensterlose Räume …
Genre Bücher:  Beziehungsromane, Psychothriller und ein bisschen Mystery


Liebe Lily, 
vielen herzlichen Dank, dass Du Dir noch vor Deinem Urlaub die Zeit für das Interview genommen hast :) 
Dann legen wir mal los ...

1.)Möchtest Du Dich uns kurz vorstellen? 

Mein Name ist Lily Konrad – zumindest ist das mein Autorenname. Ich wohne in Butzbach (das ist ca. 45 km nördlich von Frankfurt am Main), bin glücklich verheiratet, habe zwei Söhne und eine Tochter (alle erwachsen), zwei Enkel und einen Hund.
Ich schreibe seit ich 6 Jahre alt bin. Ebenso lange (mindestens) denke ich mir auch schon gern Geschichten aus. Näheres zu diesem Thema und der Grund, weshalb ich ausgerechnet meinen Großvater dafür verantwortlich mache, findet ihr übrigens auf meiner Homepage www.lily-konrad.de.
Vor Kurzem wurde ich nach meinen persönlichen Vorlieben gefragt. Ich finde diese Frage schwierig zu beantworten. Das Interessanteste auf dieser Welt sind für mich andere Menschen. Ich liebe intelligente Dialoge, setze mich aber auch gern an belebte Orte und beobachte meine Mitmenschen. Dann wiederum brauche ich Zeit für mich, um meine Eindrücke zu verarbeiten und meine Gedanken zu sortieren. Ich langweile mich schnell, daher finde ich es toll, Neues kennenzulernen. Egal, ob es neue Länder, neue Menschen, neue Gerichte, neue Fähigkeiten … sind. Leben ist Entwicklung.

2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen? 

Ich habe „schon immer“ geschrieben. Angefangen mit einfachen Postkartentexten über Indianergeschichten, die ich in Schulhefte geschrieben und mit Postkarten aus Karl May Filmen illustriert habe, und Gedichte in meiner Studentenzeit. Auch hatte ich „schon immer“ eine Romanidee im Kopf, nur leider nie Zeit, sie aufzuschreiben. Dann ist ein lieber Verwandter mit Anfang 40 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen und ich beschloss, ab sofort nichts mehr, das mir wirklich wichtig ist, auf die lange Bank zu schieben. Also fing ich an, meinen Roman zu Papier zu bringen. Die Story, die damals entstand, ist bis heute unveröffentlicht geblieben, aber sie hat etwas in Gang gesetzt, was sich danach nicht mehr stoppen ließ. 

3.) Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Beschreibe sie uns kurz. 


„Schmetterlinge können das“: Mein neuester Roman handelt von Betty, einer Frau Ende 30, deren bis dahin heile Welt durch einen folgenschweren Anruf zusammenbricht. Erst setzt Betty alles daran, ihr früheres Leben zurück zu holen, aber sie muss erkennen, dass das unmöglich ist. Mit der Hilfe ihrer Schwester Conny beginnt sie daraufhin, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nach ein paar zaghaften Versuchen, kann sie erste Erfolge verzeichnen. Die schlechte Nachricht für sie ist, dass es Helden in schimmernder Rüstung nur in Heldensagen gibt – die gute, dass sie selbst genug Kraft besitzt, um ihr Leben neu zu ordnen.



„Staub von den Sternen“: Silvia, Ulrike, Nora und Jenny sind vier grundverschiedene Frauen – mit völlig unterschiedlichen Lebensauffassungen, Wünschen, Erwartungen, Hoffnungen, Träumen. Die Wege dieser Frauen kreuzen sich, als sie es alle mit demselben Mann zu tun bekommen: Robin, der anscheinend jede Frau haben kann, wie es ihm beliebt. Für jede der vier hat das Zusammentreffen mit ihm weitreichende Folgen – doch die sind so unterschiedlich wie die Frauen selbst. Auch Robin stößt an die Grenzen, die das Leben ihm vorgibt: Sein Vater hat ganz eigene Pläne für die Zukunft seines Sohnes. Wird Robin sich fügen, damit er auf der anderen Seite seinen größten Wunsch verwirklichen kann?



„Was andere nicht haben“: Erzählt die Geschichte aus „Staub von den Sternen“ weiter. Alle haben sich weiterentwickelt, sind „reifer“ geworden. Robin hat die Firma seines Vaters übernommen und kämpft nun mit ganzer Kraft um deren Überleben. Ausgerechnet in dieser Phase muss er feststellen, dass auch er zu Gefühlen in der Lage ist, die sich oberhalb der Gürtellinie abspielen. Die Aussprache mit seinem Vater sowie eine vorsichtige Annäherung an seine Kinder stellen ihn außerdem vor völlig neue Herausforderungen.





„Diesseits der Unendlichkeit“: Dritter und letzter Teil der „Robin-Trilogie“. Wieder liegen mehrere Jahre zwischen dem Ende des vorigen Bandes und dem Beginn der neuen Story. Man begegnet den Protagonisten wieder, die den Leser nun schon seit dem ersten Band begleiten, und viele Kreise schließen sich. Robin ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und ein umsichtiger Chef. Aber immer mehr beschleicht ihn das Gefühl, dass ihm zu seinem Glück noch etwas Entscheidendes fehlt. Um das zu bekommen, muss er nicht nur über seinen eigenen Schatten springen, sondern auch eine Eigenschaft zeigen, die sonst nicht seine Stärke ist: er muss Geduld haben. Ob ihm das gelingt?
Gleichzeitig wird die Geschichte von Silvias Tochter Laura erzählt, die sich in den undurchsichtigen Leon verliebt. Wird es ihr gelingen, hinter sein Geheimnis zu kommen – und hat diese Liebe überhaupt eine Chance?



„1001 Angst“: Lina ist eine junge Krankenschwester, die ein ganz normales Leben führt und gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Jonathan von einer Familie träumt. Joseph dagegen ist als Heimkind aufgewachsen. Er ist es gewohnt, für sich selbst zu sorgen und er geht dabei rücksichtslos und mit äußerster Brutalität vor. Als Lina und Joseph sich zufällig begegnen, nimmt das Schicksal seinen Lauf … Die Geschichte nimmt den Leser mit in den Kopf des Opfers, aber auch in den des Täters.






Außerdem bin ich noch mit bislang drei Episoden („Ich bin Gott“, „Eiseskälte“ und „Seelenlos“) an der Thrillerserie „Complex West“ beteiligt. (Eine vierte mit dem Titel „Stell keine Fragen“ wird demnächst folgen.) Hier der offizielle Text für die Serie:
In Complex West, einem Gebäudekomplex in Fishkill, New York, verknüpfen sich die Schicksale der Bewohner auf merkwürdige Weise. Ohne es zu ahnen, mischen sich die Gefühle und Erlebnisse zu einer Mixtur aus Angst, Hoffnung, Wahnsinn und Hass. Welches Geheimnis birgt das alte Gemäuer? Und was hat der Hausmeister Samuel Gillager mit all dem zu tun? Jede Episode aus „Complex West“ erzählt die Geschichte aus der Sicht eines Bewohners oder Besuchers und entführt den Leser immer wieder aufs Neue in die Abgründe der menschlichen Seele.





4.) Woran arbeitest Du gerade?

Ich unternehme gerade einen weiteren Versuch, meinen allerersten, bisher unveröffentlichten Roman so zu überarbeiten, dass ich ihn der Öffentlichkeit zeigen mag. Vielleicht wird es ja diesmal was. Es ist ein Liebesroman, in dem sehr viel von mir persönlich steckt.
Parallel habe ich angefangen den ersten Band einer Mystery-Serie zu schreiben. Darin wird es um eine junge Kriminalkommissarin gehen, die über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Stück für Stück kommt sie dahinter, warum sie diese Fähigkeiten hat. Gleichzeitig wird ihr bewusst, dass sie in großer Gefahr schwebt und es scheint niemanden zu geben, der ihr helfen kann. Jedenfalls kann sie niemandem trauen. Am wenigsten dem Mann, in den sie sich gerade verliebt hat…

5.) Was machst Du in Deiner Freizeit?

Reisen, Wandern, Schwimmen und seit Neuestem Trailen mit unserem Hund. Ach ja, und Stricken und Kochen – am liebsten frei Schnauze und nicht nach Anleitung!

6.) Lieblingsbuch und Lieblingsautor?

Ich glaube, das Buch, das mich am allermeisten beeinflusst hat, war „Sushi for Beginners“ von Marian Keyes. Ich liebe es nach wie vor, auch wenn mich die letzten Bücher der Autorin enttäuscht haben. Außerdem mag ich Sandra Brown und die Black Dagger Serie von J. R. Ward. In beiden Fällen fasziniert mich die gelungene Mischung verschiedener Genre.


 7.) Wo schreibst Du am liebsten und wie können wir uns Dich dabei vorstellen?  

An meinem Schreibtisch. Ich brauche das kreative Chaos um mich herum, etwas zu trinken und Ruhe. Ich schreibe mich manchmal in eine Art Trance und wundere mich dann am nächsten Tag über das, was ich da geschrieben habe 😃 Und bei Störungen kann ich ziemlich knurrig werden.

8.) Wie sieht Dein ganz normaler Alltag aus?

Ich fürchte, mein Tagesablauf ist wenig spektakulär. Mein Wecker klingelt um 5.45 Uhr. Ich stehe auf, mache Frühstück. Danach geht’s zur Arbeit. Normalerweise bin ich gegen 19 Uhr wieder zu Hause und mache Abendessen – für uns die wichtigste Mahlzeit, denn da sitze ich mit meinem Mann zusammen und wir besprechen alles Wichtige. Und dann setze ich mich noch für ein oder zwei Stunden an den Laptop und schreibe 😊

9.) Dein Lieblingsgenre beim Lesen sowie beim Schreiben?

Ich probiere gern was Neues. Besonders beim Schreiben.
Beim Lesen ist seit einiger Zeit Fantasy mein Lieblingsgenre. 

10.) Dein Lieblingszitat? 
„An author is someone who has taught his mind to misbehave.“ („Ein Autor ist jemand, der seinem Verstand beigebracht hat, sich daneben zu benehmen.“) Oscar Wilde

11.) Dein Lieblingsland und warum? 

Island. Die Natur ist einzigartig und faszinierend, die Menschen freundlich und entspannt.

12.) Wie gehst du mit Kritik im allgemeinen um?

Grundsätzlich finde ich Kritik hilfreich und sinnvoll. Ich kann daraus ersehen, welche meiner Ideen gut angekommen sind und welche weniger gut. Außerdem ist es für mich wundervoll, wenn ich in Rezensionen oder Kommentaren lese, dass meine Leser(innen) in meine Geschichten „eingestiegen“ sind, dass sie verstanden haben, um was es mir ging und Spaß daran hatten, mir in die Welt zu folgen, die ich in meinem Buch beschrieben habe. Das rührt mich jedes Mal zu Freudentränen. Auch können Interessenten durch Rezensionen andere Meinungen und Blickwinkel auf das Buch kennenlernen. Und, last not least, durch Rezensionen steigt der Bekanntheitsgrad des Buches. 
Negative Kritik, die konstruktiv bleibt, nehme ich sehr ernst. Ich schaue mir die betreffenden Textstellen an und überlege – je nach Kritikpunkten – ob ich sie anders, besser, treffender hätte formulieren können, ob ich sie ausführlicher hätte beschreiben oder im Gegenteil kürzer und prägnanter hätte fassen können. Auch wenn ich das bei Büchern, die bereits gedruckt sind, nicht mehr umsetzen kann. Aber ich versuche bei zukünftigen Projekten, das zu berücksichtigen, was kritisiert wurde. Schwierig oder sogar unmöglich wird das leider, wenn es sich dabei um Punkte handelt, die anderen Rezensenten besonders gut gefallen haben oder wenn ich einen Charakter aus dem Buch dafür verbiegen müsste. Es wird wohl niemals gelingen ein Buch zu schreiben, das jedem gefällt. Leider.
Womit ich nichts anfangen kann, sind Rundumschläge. Wenn mir jemand beispielsweise schreibt, ich solle an meinem Satzbau oder an meinem Schreibstil arbeiten, ohne konkrete Beispiele zu nennen, habe ich keinen Ansatzpunkt, auf den ich eingehen kann. Dann nehme ich zur Kenntnis, dass diese Person meine Art zu schreiben nicht mag. Weitere Konsequenzen kann ich daraus nicht ziehen.
Generell betrachte ich Kritik – auch die negative – wie eine Art Buffet: Es ist Verschiedenes im Angebot, doch ich entscheide selbst, was ich davon annehme und was ich lieber liegen lasse.

13.) Wie entstehen Deine Protagonisten?

Irgendwie finden sie mich.“ Ein Zeitungsartikel, eine Meldung im Radio, ein Liedtext, ein Gesicht irgendwo in der Menge, ein Gebäude, eine Pflanze, eine Wolkenformation, eine Eigenschaft eines Menschen … es gibt so viele Dinge, die meine Fantasie in Gang setzen. Und manchmal braucht es noch nicht einmal so einen äußeren Anreiz. Dann ist einfach plötzlich „jemand“ da, hat sich in meinen Hirnwindungen verfangen wie in einem Dream Catcher und fordert Beachtung. Tagsüber oder auch mitten in der Nacht. Der nächste Schritt ist dann, diese Person näher kennenzulernen. Wie sieht sie aus? Was ist das für ein Mensch? Was ist ihr Beruf? Wo wohnt sie? Was sind ihre Vorlieben, was mag sie gar nicht? Und so weiter … Dann wende ich mich ihrem Freundeskreis zu, entdecke weitere Personen, die für die Geschichte wichtig sind, und so allmählich wird der Handlungsverlauf für mich sichtbar.

14.) Möchtest Du den Lesern und der Welt noch etwas mitteilen?

Manu, ich bin Autorin. Ich möchte den Lesern und der Welt andauernd etwas mitteilen. Deswegen schreibe ich doch Bücher 😉
Aber ich möchte gern ein riesengroßes Dankeschön aussprechen. Ich habe so viele tolle Rezensionen für meine Bücher bekommen, so viele Empfehlungen, Kommis und PNs. Ich möchte mich für die Unterstützung bedanken und für die vielen Freudentränen, die ich meinen Lesern zu verdanken habe. Das sind unglaubliche Erfahrungen <3 Solange ich solche Leser habe, werde ich mit viel Freude und Schwung weiterschreiben.

Liebe Lily, 
herzlichen Dank für dieses wunderbare Interview und ich wünsche Dir für Deine Zukunft weiterhin ganz viel Erfolg und viele weitere Leser und tolle Geschichten.



1 Kommentar:

  1. Hey Manu :D

    Ich hab dich getaggt. Würde mich sehr freuen, wenn du mitmachen würdest.
    http://maddiesbookland.blogspot.de/2017/05/tag-unpopular-opinions-book-tag.html

    Alles Liebe,
    Maddie

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