Montag, 24. April 2017

Interview mit Caroline R. Collins

Interview mit Caroline R.Collins


Liebe Caroline,

vielen herzlichen Dank für Deine wunderbare Zeit, die Du Dir für dieses Interview vorgenommen hast. 

Ich habe Dich ja bereits über die Gruppe von Beate und Michaela ( Unsere Bücherecke - Treffpunkt für Lesefreunde) und Dein Autorenprofil kennenlernen dürfen. Damit Dich auch alle anderen ein wenig kennen lernen, legen wir gleich einmal los mit dem Interview. 


1.) Möchtest Du Dich uns kurz vorstellen? 

Ja, sehr gerne sogar! 
Ich möchte mich zuerst einmal gerne bei Manuela dafür bedanken, dass ich mich und meine Bücher, hier, in diesem Rahmen, vorstellen darf!!! Ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nie zuvor zu einem Interview eingeladen wurde und deshalb auch ziemlich aufgeregt bin! 
(Ach, deswegen brauchst Du nicht aufgeregt sein)
Ich heiße Caroline R. Collins. Caroline, dieser Teil meines Namens, ist kein Pseudonym, genauso wenig, wie das R., das,bitte vertraulich behandeln, für Renate steht 😉
(Haha, Du hast mich ganz schön reingelegt. Nach erneuten Nachfragen, gab mir Caroline Bescheid, dass es ein Scherz war, mit dem vertraulich behandeln - ich bin total darauf reingefallen :D )
Collins ist nicht mein richtiger Nachname, allerdings ergeben die beiden ersten Buchstaben von diesem Namen, meine Initialen.😊
Ich bin 31 Jahre alt und komme aus Österreich, Tirol. Wenn ich schreibe, versteht man mich. Wenn ich spreche, befürchte ich, nicht immer. 😉
Ich bin verheiratet, habe zwei wundervolle Kinder, zwei Söhne, die beide bereits in die Schule gehen und dort, erstmals, die deutsche Sprache erlernen. 😊
Hauptberuflich arbeite ich als Sonderpädagogin, im Elementarbereich und bin dort, derzeit an einer Schule tätig. Auch diese Arbeit bereitet mir sehr viel Spaß, da ich es liebe, das Leben, in all seinen Formen und Facetten zu erleben und ein Stück weit zu begleiten, da wir doch alle, so wie wir geboren wurden, besonders, wertvoll und einzigartig sind.

2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Geschrieben habe ich eigentlich schon immer, doch da meine Aufsätze und Texte, bei den Lehrern selten gut ankamen, (zu viel Fantasie und damit verbundene Themenverfehlung) habe ich eigentlich immer eher für mich, im Stillen, im Tagebuch, geschrieben. Ich habe jedoch immer schon, in meinen Gedanken, die buntesten und fantastischsten Geschichten geformt und erschaffen, da ich von Natur aus, ein ziemlicher Tagträumer bin. 
Entweder habe ich mich in meiner Freizeit an fremde Orte gelesen oder mich eben dorthin geträumt...
Schließlich ergab es sich bei mir, durch einen Zufall, dass ich in der Arbeit weniger Stunden zugeteilt bekam und da hatte ich plötzlich Zeit dazu, meinen ersten, eigenen Roman zu schreiben.


3.) Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Beschreibe sie uns kurz.

Mein erstes, von mir geschriebenes Buch heißt „Loranthé: Die Vorhersage – Zwischen Liebe und Bestimmung“. Die Geschichte trägt sich in London, in der heutigen Zeit zu … und auch die Welt Loranthé, ist ein Schauplatz … In diesem Buch geht es um eine junge Frau, Elizabeth, die ein ruhiges und sehr beschauliches Leben führt. Als sie plötzlich ein geheimnisvolles Buch in der Bibliothek ihrer Großmutter findet und sie immer öfter in ihren Träumen einem attraktiven Mann begegnet, gerät ihr Leben langsam, aber sicher aus den Fugen. Sie ist nicht der Mensch, für den sie sich selbst immer gehalten hat, sie weiß eigentlich so gut wie gar nichts über ihre Kindheit und das, was ihr ihre Großmutter erzählt hat, war nicht die Wahrheit. Ihre Eltern starben gar nicht bei einem Autounfall, sondern wurden ermordet … Ereignis jagt Ereignis und Visionen plagen Elizabeth. Alles verändert sich, eine Bedrohung erhebt sich und sie scheint die Einzige zu sein, die gegen diese ankommen kann …  Dieses Buch ist der erste Teil einer Serie, die ich leider, bis heute nicht vollendet habe. Das Buch wurde zwar nicht schlecht rezensiert, jedoch bekam ich auch nur recht wenig Feedback für dieses. Ich beschloss, etwas völlig anderes zu versuchen und später erst, an der Fortsetzung dieses Buches zu arbeiten. Ich schreibe immer wieder, ein bisschen an der Fortsetzung weiter …


Mein nächstes Buch bzw. meine nächsten, veröffentlichten Bücher, wurden eine Trilogie. Der Serienname lautet „Electi“ und die Geschichte spielt in unserer Zeit, in New York. In diesen Büchern geht es um eine Spezies, die Electi, die man leicht mit Vampiren verwechseln könnte, jedoch entsprechen sie in keinster Weise irgendeinem Klischee oder sind gar, mit herkömmlichen Vampiren vergleichbar. Weder schadet ihnen die Sonne, noch kann jeder in einen der ihren verwandelt werden … Grundsätzlich geht es in den Büchern darum, dass sich etwas Bedrohliches erhebt, das die Welt beherrschen möchte. Die Electi wurden von der Göttin, der Vorhersehung, dazu auserwählt und auch dafür erschaffen, über die Erde und die Menschheit zu wachen, auf sie aufzupassen und genau das versuchen sie … was sich als gar nicht so leicht herausstellt, da sie scheinbar niemandem vertrauen können. Nicht einmal alle Electi scheinen auf ihrer Seite zu stehen, niemand der einmal ihr Freund war, muss es auch weiterhin sein. Zwischen all der Ungewissheit und all den Kämpfen gibt es jedoch auch Liebe. Seelen finden sich und binden sich aneinander. Gemeinsam trotzen sie der Dunkelheit und stellen sich der Bedrohung …

Foto von Cover ist das Cover und Titel vom Sammelband, der die komplette Trilogie enthält!


Mein aktuelles Buch heißt „Phantós: Eine Liebe zwischen den Schatten“ und hat eine ganz eigene Welt, Phantós, zum Schauplatz. Phantós ist eine magische Welt, eine Welt, die aus Magie geschaffen wurde und in der auch jeder Einwohner Magie wirken kann/könnte. Verschiedenste Ereignisse führten dazu, dass Magie nicht mehr gerne gesehen wird. Nur manche Zauber zum Heilen dürfen noch gewirkt werden … Die Welt ist in mehrere Königreiche aufgeteilt. Im ersten Band begleiten wir die Prinzessin von Sonnenstein, Lyandra, durch die Geschichte. Ihr Königreich wird von Fremden bedroht und angegriffen und nur eine Heirat scheint dafür sorgen zu können, dass wieder Frieden im Land herrscht. Doch so einfach das auch klingen mag, Lyandra weiß einfach nicht wen von den Prinzen sie heiraten soll. Die einen mag sie nicht und die anderen … Nichts scheint so zu sein, wie es wirkt und als die Prinzessin in ihren Träumen schließlich auch noch bedroht und verletzt wird, beginnt ein Kampf … um das Leben, um das Licht und um … die eine, große und wahre Liebe.


4.) Woran arbeitest Du gerade?

Derzeit arbeite ich an dem zweiten Teil von Phantós. Der vorläufige Titel von diesem ist „Phantós: Das Heulen des einsamen Wolfes“. 
Wer den ersten Teil dieser Serie gelesen hat, weiß, dass die Geschichte einfach nach einer Fortsetzung verlangt! 
(Oh ja, die Geschichte verlangt tatsächlich eine Fortsetzung)
Es wurde im ersten Teil zwar aufgedeckt, wer die Fäden im Hintergrund, unerkannt von allen zog, doch konnte sich der Unaussprechliche unbemerkt vom Schlachtfeld entfernen und verschwand einfach spurlos.
Es ist klar, was er vorhat, doch weiß man noch nicht, wie genau er seine Pläne in die Tat umsetzen will, denn einem Meister der Täuschung und dem Herrscher über die Schatten, scheint es ein Leichtes zu sein, unbemerkt und unerkannt an die Macht zu gelangen …

5.) Was machst Du in Deiner Freizeit?

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie in der Natur. 
Wandern, Schwimmen, Snowboarden … 
Ich bin gerne im Freien, genieße die Natur und lasse dabei meine Seele baumeln. Da ich von Natur aus leider auch, zu oft doch recht, spektakulären Unfällen neige, habe ich allerdings auch immer genügend Zeit dazu, auf der Couch zu liegen und es mir mit einem guten Buch bequem zu machen. Ich lese viel und gerne. In jedem Raum sind bei mir Bücher zu finden … ich besitze eindeutig mehr Bücher, als Schuhe.😊
Ich musiziere auch sehr gerne, spiele Klavier, Gitarre und Querflöte. Die Musik ist für mich auch eine Art, meine Fantasie auszuleben, da man nicht nur mit Buchstaben eine Reise in ferne Länder antreten kann, sondern auch mit Noten und Tönen.

6.) Lieblingsbuch und Lieblingsautor?

Das ist jetzt wirklich eine sehr schwere Frage für mich! Es gibt viele AutorInnen, deren Bücher ich regelrecht verschlinge. Es gibt viele, geniale und wirklich sehr talentierte Indie-AutorInnen und 
natürlich auch VerlagsautorInnen, die mit ihren Worten einfach verzaubern können. Ich liebe Abwechslung und lese daher sehr gerne Bücher von AutorInnen, die mir noch kein Begriff sind, deren Namen ich noch überhaupt nie gehört habe. Natürlich lese ich auch die Bestseller, da es mich auch immer interessiert, was gerade am Markt gefragt ist …
Da ich mich hier nun aber festlegen soll …
Die Tairen Soul Reihe, von C.L. Wilson hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen und blieb mir auch dauerhaft im Gedächtnis! Die Autorin hat einen wirklich packenden und sehr guten Schreibstil und die Bücher von ihr muss man einfach einmal gelesen haben! Das Genre ist Fantasy/Romantasy und die Autorin hat in dieser Reihe eine ganz eigene Welt und ganz eigene Geschöpfe erschaffen, die einen wirklich in ihren Bann ziehen!!!


7.) Wo schreibst Du am liebsten und wie können wir uns Dich dabei vorstellen?

Es gibt bei mir mehrere Phasen des Schreibens. In der ersten Phase, wenn ein Gedanke mich packt, sitze ich meistens mit einer Tasse Kaffee am Balkon und kritzle in der schlimmsten, unleserlichsten Schrift, die es nur gibt, hektisch meine Gedanken auf einen Block. Wenn der erste Ansturm schließlich abgeklungen ist, muss ich erst einmal wieder versuchen, meine Gedanken zu entziffern und zu ordnen. Bei dieser Arbeit sitze ich meistens, im Schneidersitz auf der Couch, um mich herum alle Zettel ausgebreitet und notiere mir alles noch einmal, weniger konfus und deutlich besser lesbar, auf einem anderen Block oder in ein Notizbuch. Erst wenn ich denke, dass die erste Flut einmal gut zu Papier gebracht wurde, setze ich mich vor meinen PC, in mein Arbeitszimmer.
Wo ich auch sitze und arbeite, es liegen immer jede Menge Blätter verstreut um mich herum. Während ich das Buch schreibe, wird mein Schreibtisch immer voller und irgendwann einmal, muss ich damit beginnen, meine Tastatur unter all den Blättern, Post-it … zu suchen. Ordnung gibt es bei mir erst wieder, wenn ein Buch abgeschlossen wurde. Die Ordnung hält jedoch nie lange an😉
Warum ich am liebsten an meinem Schreibtisch arbeite? Bei mir ist es leider wirklich so, dass ich dazu neige, in Tagträume abzudriften. Wenn ich nicht irgendwo, auf einem Stuhl, gerade sitze, drifte ich ab und die Zeit ist futsch😊

8.) Wie sieht Dein ganz normaler Alltag aus?

Ich stehe jeden Tag um sechs Uhr morgens auf und richte das Frühstück und die Jause für meine Kinder her. Erst wenn ich alle versorgt habe, mache ich mir einen Kaffee, ziehe mich an und gebe Rauchzeichen auf meinem Balkon zum Besten. Das ist der Teil, der jeden Tag gleich ist. Da ich momentan keine Vollzeitanstellung habe, muss ich nicht jeden Tag in die Arbeit.
An solchen Tagen widme ich mich voll und ganz dem Schreiben, bis meine Kinder dann, um kurz vor eins, von der Schule nach Hause kommen. Dann steht das Übliche auf dem Plan … Mittagessen, Hausaufgaben mit den Kindern machen, mit ihnen üben, Nachmittagsaktivitäten, Haushalt … 
An den Tagen, an denen ich in der Arbeit bin, komme ich erst zugleich mit meinen Kindern nach Hause und erledige dann eben, was am Vormittag nicht gemacht werden konnte. Wenn ich dann nicht noch zusätzliche Fortbildungen, Elternabende oder Konferenzen habe, setze ich mich oft am Abend, nachdem ich mit den Kindern Zähne geputzt habe und das abendliche Schlafritual vollzogen wurde, noch einmal vor den PC und arbeite an meinen Büchern weiter.
Natürlich trinke ich zwischendurch immer wieder mal eine Tasse Kaffee … was soll ich sagen … ich bin eben kaffeesüchtig😉 
( Wir gründen einen Club der Kaffee-Süchtigen :D )

9.) Dein Lieblingsgenre beim Lesen sowie beim Schreiben?

Mein Lieblingsgenre ist Fantasy. Das war es schon, als ich noch ein Kind war. Früher habe ich alles von Wolfgang Hohlbein verschlungen, jedes einzelne Buch, das er geschrieben hat. Am liebsten mochte ich jedoch immer seine Werke, bei denen er mit seiner Frau zusammengearbeitet hat!
Im Laufe der Zeit, je älter ich wurde, desto mehr mochte ich dann Fantasy Geschichten, bei denen auch die Liebe, die Romantik nicht zu kurz kam. Ich habe die Biss-Reihe verschlungen, war dann eine Zeit lang von Vampiren und Werwölfen fasziniert … 
(Ich glaube das war bei sehr vielen so.. mich eingeschlossen) ;) 

Das ist auch das Genre, in dem ich am liebsten schreibe. Romantasy. Egal was, wichtig ist nur, dass es keinem Klischee entspricht, viele Wendungen hat und nichts vorhersehbar ist. Ich liebe es, wenn mich Bücher ins Staunen versetzen und ich wirklich bis zum Schluss nicht weiß, wie es ausgehen wird. Ein Buch, das vorhersehbar ist, lese ich nur selten, nur dann, wenn ich so geschafft bin, dass ich eigentlich keine Lust zum Denken habe …

10.) Dein Lieblingszitat?
 „Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“ Albert Einstein
Mir gefallen viele Zitate, sprechen mich an und begleiten mich auch ein Stück meines Weges, doch dieses Zitat ist für mich wirklich ein Lebensmotto. Viel zu oft beurteilen wir andere nachdem, was uns im Leben wichtig erscheint. Gute Noten in der Schule … da natürlich in allen Fächern. Ein Studium … natürlich ein bedeutendes, eines, mit dem man richtig viel Geld verdienen kann … Dabei vergessen wir oft die Menschen, das Gesicht und das Herz hinter diesen, eigentlich bedeutungslosen 
Dingen. Jeder ist gut, so wie er ist. Jeder hat ganz besondere Fähigkeiten und Stärken. Begriffe wie „besser“, „wichtiger“ … sind einfach nutzlos und werden keinem Menschen gerecht!
       
11.) Dein Lieblingsland und warum?

Mein Lieblingsland ist Spanien 😊
Ich mag das Essen, die Sprache und vor allem … die Mentalität der Spanier. Mir, als Morgenmuffel ist der Tagesablauf in diesem Land, eindeutig sympathischer. Alles wird etwas später, etwas gemütlicher und weniger verbissen angegangen. Die Spanier sind offene, warmherzige und spontane Menschen … Ich liebe diese Mentalität!
Wobei ich auch nach jedem Urlaub wieder sehr froh bin, meine Berge wiederzusehen …

12.) Wie gehst du mit Kritik im allgemeinen um?

Das Wort „Kritik“ hat leider eine sehr negative Färbung zugeschrieben bekommen. Da denkt man sofort daran, jemanden alles an den Kopf zu werfen, was einem an diesem nicht passt. Diese Art der Kritik, die einen Menschen angreift und am Ende kein gutes Haar an diesem lässt, kann ich nicht leiden. 
Das ist nicht sachlich und nur dazu gedacht, jemanden zu verletzen!
Die Kritik jedoch, die ich bis jetzt hier, von Bloggern, auf Facebook erfahren durfte, ist äußerst konstruktiv und hilfreich! 
Ich schreibe meine Bücher nicht in der Erwartung, dass sie Jedem gefallen und ich weiß auch, dass nicht alles perfekt ist … 
Mir wurde inzwischen schon öfter einmal ein guter Rat gegeben, einige Fehler gezeigt und auch Verbesserungsvorschläge fanden ihren Weg zu mir. 
Ich bin dankbar, um solch eine „Kritik“, hilft sie mir doch, nicht am Fleck stehen zu bleiben, sondern 
voran zu kommen, mich zu verbessern und mit meinen Geschichten mitzuwachsen.
Natürlich, da spreche ich sicherlich für alle AutorInnen, eine schlechte Rezension schmerzt. Man steckt in jedes Buch so viel Zeit, Energie … so viel von sich selbst und hat nach der Veröffentlichung auch immer so große Hoffnungen …
Eine schlechte Rezension trifft einen deshalb und man muss erst einmal tief durchatmen, sich sammeln und es als das betrachten, was es ist. Es ist die Meinung eines Lesers, der sich die Zeit dazu genommen hat, seine Meinung, seinen Eindruck vom Buch mitzuteilen (was er auch soll und vor allem DARF). 
Wenn man sich erst einmal wieder gesammelt hat, kann man die Rezension annehmen und sie hilft einem auch weiter, werden dort schließlich oft Dinge geschildert, die man beim nächsten Buch wirklich mehr bedenken … sollte. 
Allerdings in einem konstruktiven Rahmen!!! Ich habe auch schon oft bei anderen Büchern Rezensionen gelesen, die mich persönlich sehr betroffen gemacht haben. Da wird teilweise mit Wörtern um sich geschmissen, die einfach nur verletzen und keine Hilfe zu einer 
Verbesserung bieten. Das ist keine konstruktive Kritik!

13.) Wie entstehen Deine Protagonisten?

Am Anfang steht bei mir immer ein kurzer Gedanke … eine kleine Idee, die mich in ihren Bann zieht und mich schließlich nicht mehr loslässt. Oft sitze ich dann lange Zeit da und ein Film spielt sich vor meinen Augen ab. Die Idee wird festgehalten und grob skizziert. Oft habe ich nicht mehr und beginne aufs gerade Wohl, mit dem Schreiben. So ergeht es mir auch, mit meinen Protagonisten. Ich trage alle Namen und Merkmale nach und nach in ein kleines Büchlein ein. Ich halte sie fest, wobei sich die Geschichte oft einfach anders entwickelt als geplant und auch die Charaktere sich plötzlich anders benehmen als von mir gedacht. 
Eine Situation entsteht plötzlich und ein eigentlich von mir gedachter „Held“ verwandelt sich plötzlich in einen Verräter oder der „Bösewicht“ entscheidet sich schließlich doch für „das Gute“. Ich bin meistens selber überrascht, wie sich die Dinge entwickeln. Mitten unterm Schreiben sehe ich einen sympathisch gedachten Mann vor mir, der plötzlich seine Maske abwirft und mir so unsympathisch wird, dass ich ihn am liebsten sofort aus meinem Buch werfen würde😉
Zusammengefasst würde ich also sagen, dass nicht ich meine Protagonisten entstehen lasse, sondern, dass sich diese selbst formen. Es ist so, als wären sie schon immer so gewesen und ich benötigte einfach länger dazu, um sie einschätzen zu können. 
Aber keine Sorge … die sind so stur, irgendwann begreife sogar ich, um wen es sich bei ihnen handelt 😊 

14.) Möchtest Du Deinen und meinen Lesern noch etwas mitteilen?

Ja! Ich möchte mich ganz herzlich bei euch allen bedanken! Wir Indie-Autoren haben es oft nicht leicht. Der Markt ist groß und es gibt eine so große Fülle an Büchern, dass man leicht in dieser verloren geht und nicht mehr wiedergefunden wird! 
Ich möchte mich bei euch allen dafür bedanken, dass ihr auch unbekannten Autoren eine Chance gebt! Das ist das wertvollste Geschenk, das wir überhaupt erhalten können! Wir können schreiben! Arbeiten nur für keinen Verlag, was aber nicht heißen soll, dass wir es nicht trotzdem „voll drauf haben“ 😉
Danke für eure Rezensionen und Danke für eure Meinungen! Ihr helft uns wirklich SEHR!!! DANKE!!!


Liebe Caroline, jetzt hast Du auch Dein erstes Interview hinter Dir. Ich hoffe sehr, dass Du Spaß hattest und wünsche Dir weiterhin ganz viel Erfolg, aber was am wichtigsten ist, viel Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. 
Ich danke Dir noch einmal für Deine Zeit, Deine ehrlichen Worte und Dein Vertrauen.