Sonntag, 12. März 2017

Interview Claudia Koppe

Interview Claudia Koppe


Liebe Claudia, vielen herzlichen Dank für Deine Zeit, die Du Dir für das Interview genommen hast. 

Lieber Leser/in, ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen des Interviews. 

Hallo Claudia, möchtest Du Dich uns kurz vorstellen?
Mein Name ist Claudia Koppe, ich bin 37 Jahre alt und komme aus dem schönen thüringischen Jena. 


2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen ?

Ich habe schon mit 12 Jahren angefangen, zu schreiben. Auslöser war mein damaliger Deutschlehrer, der uns aufgefordert hatte, ein Gedicht zu formulieren. Meins flutschte nur so aus mir heraus und gefiel allen sehr. Daraufhin hatte ich plötzlich Fans in der Schule, die mehr von mir lesen wollten – zwei Wochen lang, obwohl auf den Druck hin nichts Vergleichbares entstand. Von da an war Schreiben immer mein Begleiter, zunächst mit Zettel und Stift, einer uralten Schreibmaschine und später dann auf Computer, Laptop und Co. Das geschriebene Wort war mein liebstes Ausdrucksmedium. Ich schrieb ellenlange Briefe als Jugendliche, versuchte mich auch mit Tagebüchern, schrieb weiter Gedichte und einfache Geschichten auf. Mit 14 Jahren begann ich erste Artikel für die Lokalzeitung zu schreiben, wo meine berufliche Karriere begann. Später wechselte ich zum Fernsehen, doch das Schreiben blieb. Es entstanden zahlreiche Kurzgeschichten, von denen ich einige im Internet veröffentlichte. Zudem habe ich viele Auftragsarbeiten für Anbieter im Internet übernommen. Ein Buch wollte ich immer schreiben. Lange sagte ich scherzhaft: „zur Rente“. Doch irgendwann war mir das zu lang hin und ich begann einfach.


3.) Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Beschreibe sie uns kurz. 

Aktuell gibt es meinen ersten Roman zu lesen. „Die Prophezeiung der Wächter“ spielt in Irland und ist eine Geschichte über Mythen, Politik, Mord und Liebe. Hier trifft eine amerikanische Journalistin auf eine völlig andere Welt, als sie einst erwartet hatte. Denn irgendwie scheint sie in die aktuelle irische Mordserie verwickelt zu sein.
Anmerkung von Manus Bücherregal: Rezension von Die Prophezeiung der Wächter findet ihr HIER!

Zusätzlich sind auch zwei Schreibratgeber von mir erhältlich, die sich rund um das Schreiben (vor allem für das Internet) drehen.


4.) Woran arbeitest Du gerade? 

An sehr viel. Immer und ständig. Mein Kopf spinnt permanent weitere Geschichten, kommt auf Ideen, die ich als Text-Schnipsel festhalte. So habe ich längst Ideen für einige weitere Romane, der eine mehr, der andere weniger ausgereift. Dazu schreibe ich permanent weiter für Auftraggeber im Internet und arbeite weiterhin auch als Fernsehrealisatorin, Redakteurin und Co für unterschiedliche Produktionen.

In jeder freien Minute sitze ich an meinem zweiten Roman, der ebenfalls in Irland spielen wird. Es ist keine Fortsetzung, sondern eine eigene Geschichte. Sie ist schon sehr ausgereift und wartet eigentlich nur darauf, dass ich in die Tasten haue. Und meine Finger kribbeln!


5.) Was machst Du in Deiner Freizeit?

Ich habe den Luxus, das meine Arbeit mir oft nicht als meine Arbeit erscheint. Daher mache ich viel in der Freizeit, was eigentlich auch wieder zum Schreiben gehört. Drum herum liebe ich die Natur, ich gehe gern wandern – gerade in Irland. Ich jogge. Ich treffe mich mit Familie und Freunden, ich liebe Musik und besuche viele Konzerte. Natürlich lese ich auch sehr viel und habe immer ein Buch bei mir.

Eins meiner leidenschaftlichen Freizeitprojekte ist die Führung eines ehrenamtlichen Vereins für die Palliativstation in Jena. Hier fließt auch viel Zeit hinein, indem wir Aktionen, Projekte und Großveranstaltungen organisieren. 

Wenn Zeit bleibt, lerne ich gern neue Dinge kennen. Vieles kann ich mit dem Recherchieren verbinden. Doch ich würde wahnsinnig gern meine ersten Malversuche vertiefen, mich mehr in der Fotografie ausprobieren oder meine Musikkenntnisse auf dem Akkordeon auffrischen. Aktuell beschäftigt mich viel das Thema Innendesign wegen eines Umzuges.

Schade, dass der Tag nur 24 Stunden hat.
Ja, liebe Claudia, das finde ich auch ;) 


6.) Lieblingsbuch und Lieblingsautor?

Stephen King. Ich habe mit 12 Jahren „Es“ gelesen, das hat mich sehr geprägt. Auch mein absolutes Lieblingsbuch stammt von ihm, seine Biografie, die gleichzeitig auch ein Schreibratgeber ist: „Das Leben und das Schreiben“. Denn bei mir ist das ähnlich: Mein Leben ist mein Schreiben.


7.) Wo schreibst Du am liebsten und wie können wir uns Dich dabei vorstellen? 

Am liebsten schreibe ich in meiner zweiten Heimat Irland. Ich habe dort ein zweites Heim gefunden, ein kleines Appartement von sehr netten Farmern gemietet, an der Südwestküste am „Ring of Kerry“. Oft sitze ich dort davor, auf einem Stuhl, in eine Decke eingemummelt mit dem Laptop auf dem Schoß und schreibe mit der wunderbaren Aussicht auf das Meer vor mir.


8.) Wie sieht Dein ganz normaler Alltag aus?

Alltag gibt es bei mir nicht. Ich bin so viel unterwegs, dass ein Tag selten dem anderen gleicht. Das kommt einerseits von der Arbeit für das Fernsehen, die mich überall hin verschlägt. Andererseits verbringe ich auch viel Zeit in Irland. Nur ein Ritual ist immer gleich, egal wo ich bin: Das erste was ich nach dem Aufstehen mache, ist ein Kaffee.


9.) Dein Lieblingsgenre beim Lesen sowie beim Schreiben?
Ich liebe Thriller.



10.) Dein Lieblingszitat? 
Vom Reden allein kann sich nichts ändern. Nur Handlungen können etwas bewegen. 



11.) Dein Lieblingsland und warum? 
Irland. Es hat mich gerufen, gepackt und ich bin verliebt.


12.) Wie gehst du mit Kritik im allgemeinen um?

Ich mag konstruktive Kritik, die mir hilft, mich zu verbessern. Wenn jemand meine Geschichten nicht gefallen, ist das kein Problem für mich – es ist mein Geschmack, den muss man nicht teilen. Mir sind sie wichtig, sie sprudeln aus mir heraus und ich muss sie quasi schreiben. Ich habe unbändige Freude dabei. Ich schreibe vor allem für mich. Wenn die Geschichten dann noch jemanden unterhalten, freut mich das ungemein. Aber es ist nie eine Voraussetzung gewesen, anderen damit gefallen zu wollen.



13.) Wie entstehen Deine Protagonisten? 

Im Kopf. Immer und permanent. Mit der Idee zu einer Geschichte dazu. Sie formen sich ganz von allein und wollen sprechen lernen. Dann setze ich mich daran und gebe ihnen ihre Worte, Geschichte und Leben.

14.) Möchtest Du Deinen und meinen Lesern noch etwas mitteilen?

Ich danke allen, die Interesse und Vertrauen in meinen ersten Roman gesteckt haben. Ich freue mich immer über Rückmeldungen. Und ich hoffe zudem sehr, dass meine Zeilen ein Lächeln hervorrufen, unterhalten, zum Nachdenken anregen oder einfach nur ein gutes Gefühl vermitteln. Dann hat der Leser beim Lesen das, was ich beim Schreiben habe.


Liebe Claudia, vielen herzlichen Dank für dieses wunderbare Interview. 

Ihr Lieben, wenn Ihr mehr von Claudia erfahren möchtet, dann klickt auf das Autorenbild oben und Ihr gelangt direkt zur Homepage von Claudia ;) 



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