Dienstag, 7. Februar 2017

Rezension Lisario oder die unendliche Lust der Frauen von Antonella Cilento

Lisario oder die Lust der Frauen



Autor: Antonella Cilento
Verlag: btb Verlag
Seiten: 352
Veröffentlicht: 9. Januar 2017
ISBN: 978-3442714629
Preis: Taschenbuch € 9,99, auch erhältlich als E-book


Autorin: (Quelle:Buch Lisario)
Antonella Cilento wurde 1970 in Neapel geboren. Sie hat zahlreiche Romane und Erzählungen geschrieben, Hörspiele, Theaterstücke und Essays sowie ein Handbuch über Kreatives Schreiben. Sie arbeitet als Journalistin und Herausgeberin und leitet seit vielen Jahren ein Schreiblabor in Süditalien. 


Handlung: 
Neapel im 17. Jahrhundert: 
Lisaro ist stumm, denn ein Arzt hatte einen Fehler gemacht. Lisario wird älter und es ist Zeit, dass sie vermählt wird. Ihr Vater sucht schon nach einem passenden Gemahl für Lisario, jedoch fällt diese in einen mysteriösen Schlaf, aus dem sie niemand erwecken konnte.
Eines Tages taucht der Arzt Avicente auf und er beobachtet Lisario Stunden, Tage und Wochen, an denen er Lisario zu streicheln begann. 
Er streichelt sie an Händen, Beinen, und kam auch an Lisarios empfindliche Stelle zwischen ihre Beine, und Lisario erschauerte, jedoch schlief sie weiter. 
Da Lisario nicht aufwachte, entließ die Familie Avicente. Doch genau da erwacht Lisario aus ihrem mysteriösen Schlaf... Sie wird mit Avicente vermählt, doch dieser will sie nur beobachten...
Dann trifft Sie auf Jaques, einen talentierten Bühnenmaler ... 


Meine persönliche Meinung und Fazit:

Der Schreibstil ist sehr fließend, leicht zu lesen, historisch aber dennoch modern. Namen und kurze Dialoge kommen in Fremdsprachen vor (die Dialoge hätte man auch noch zusätzlich in Deutsch übersetzen können), jedoch mich persönlich hat dies nicht gestört.

Das Cover ist sehr passend für diesen historischen Roman, es ist schlicht gehalten, mit einer wunderschönen Frau in Rückenansicht. Passend zu Lisario...

Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben und man kann sich jeden einzelnen Charakter sehr gut vorstellen. Avicente zum Beispiel, wie er sitzt, Lisaro beobachtet, zeichnet, grübelt und schreibt, und dennoch seine Launen.. 
Lisaro, stumm wie sie ist, jedoch lese gelehrt, schreibt heimlich Briefe an die heilige Mutter Gottes.

Der Roman erzählt von einem Arzt, der die Lust schriftlich erfassen möchte und sich dabei selber "verliert". Er vertieft sich immer mehr in dieses Thema hinein und vernachlässigt seine Frau. 
Es wird von Malern und Künstler berichtet, von Prostitution und Homosexuellen.

Das Ende wird leider sehr traurig und dennoch hat mich dieser Roman gefesselt.

Mein Fazit: ein sehr spannender, unterhaltsamer, fabelhafter historischer Roman, bei dem man nicht den Faden beim Lesen verliert. 


Danksagung:
Vielen herzlichen Dank an Bloggerportal und btb Verlag für dieses tolle Rezensions Exemplar.



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