Montag, 13. Februar 2017

Interview Tara Riedman

Interview mit Tara Riedman



Liebe Tara, 
vielen herzlichen Dank für Deine Zeit die Du Dir für das Beantworten der Fragen genommen hast. Ebenfalls herzlichen Dank für das Bereitstellen der Fotos. 

Ihr Lieben,
heute möchte ich mich einem Interview beginnen, damit Ihr die Autorin Tara Riedman, näher kennen lernen könnt. Im Laufe der Woche werde ich auch noch die Bücher von Tara hier vorstellen. Ich durfte bis jetzt bereits 2 Bücher lesen, 2 weitere habe ich bereits zu hause die ich demnächst lesen werde. 
Ich kann Euch aber versichern, wer "Und heute fällt der erste Schnee" und "Schnee sei Dank" lesen wird, wird ebenfalls merken, dass Tara mit Herz schreibt. Ich war von beiden Romanen so angetan dass ich gleich die weiteren Bücher bestellt habe. Okay das Jugendbuch folgt noch in  mein Regal ;) 
So aber nun zum Interview, ich plappere schon wieder zu viel :D

1. Stell Dich bitte kurz vor!
Mein Name ist Tara Riedman und ich wurde vor 42 Jahren in Düsseldorf geboren. Heute lebe ich noch immer im schönen Rheinland - gemeinsam mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern ( 7 und 10 Jahre alt ). Hier schreibe ich auch die meiste Zeit über. Wenn ich allerdings in einem Kreativitätstief sitze, zieht es mich zu meinen Schwiegereltern nach Bocholt. Dort ist es herrlich entschleunigt und das hilft meiner Motivation innerhalb weniger Stunden wieder auf die Sprünge.

Noch mehr von Tara könnt Ihr lesen wenn ihr auf das Bild oben klickt. 

2.Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Schon in der Schule hab ich Aufsätze und Interpretationen geliebt - zum völligen Unverständnis meiner Mitschüler, die in dem Punkt an meinem Verstand gezweifelt haben. Später habe ich dann kleine Geschichten geschrieben, aber nur für meine Freunde und die Familie. Bis vor vier Jahren wäre ich nie auf die Idee gekommen, irgendetwas davon zu veröffentlichen. Ich war voll in meinem Job als Projektmanagerin eines DAX-Unternehmens eingebunden, habe dort im internationalen Key-Account-Managment und in der Kapazitätsplanung gearbeitet. Als meine zweite Tochter geboren wurde, hatte sie gesundheitlich arge Probleme. So wie bisher konnte es nicht mehr weitergehen, daher haben mein Mann und ich gemeinsam entschieden, dass ich den Job aufgeben und zu Hause für die Kleine da sein werde. Die Kindern stehen an erster Stelle. Aber wie heißt es so schön: wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf - bei mir ist es zumindest immer so gewesen. Nun hatte ich die Möglichkeit, mich aufs Schreiben zu stürzen. Meine Tochter ist mittlerweile übrigens wieder putzmunter und kerngesund.

3. Welche Bücher sind von Dir bis jetzt erschienen? Beschreibe sie in 5 Wörtern

"Mit Lina und Leo durch den Advent" (für Kinder ab 4 Jahre)
24 vorweihnachtliche Wohlfühlgeschichten

"Zweite Leben, zweites Glück" (Jugendroman)
Freundschaft und die erste Liebe

"Schnee sei Dank"
Ein Winter-Wunder-Weihnachtsroman vor verschneiter Kulisse 

"Und heute fällt der erste Schnee"
Buchcafés, Familiengeheimnisse und unverhoffte Liebe

"Drei Wünsche" (Psychothriller unter Ted McRied)
Drei Wünsche: Paradies oder Verderben?

"Das Hexenbrett" (Psychothriller-Kurzgeschichte unter Ted McRied)
Séancen - und was schief gehen kann

4. Arbeitest du gerade an einem neuen Projekt? Wenn ja, möchtest Du uns ein wenig darüber verraten?
Ich habe sogar ziemlich viele in der Schublade. Es kommen auf jeden Fall noch ein sommerlicher Roadtrip, ein Endzeitthriller, ein weiterer Winterroman, diverse Kurzgeschichten und ein Sachbuch über Selbstbehauptung für Kinder im Grundschulalter (eine meiner Herzensangelegenheiten). Im Moment steht noch nicht ganz fest, mit welchem Projekt ich zuerst weitermache. Alle haben ihren Reiz. Aber wenn ich in mich hineinhorche, zieht es mich zu den Selbstbehauptungsgeschichten. Das Thema brennt mir unter den Nägeln und ist heutzutage leider aktueller und wichtiger denn je. Das Buch wird sich von anderen Sachbüchern zu diesem Thema insofern unterscheiden, als dass es kein sachlicher Ratgeber ist, sondern Erlebnisgeschichten von Kindern für Kinder. Die Kleinen speichern Lösungswege in Geschichtenform mit Gleichaltrigen als Protagonisten besser und effizienter ab, als jede Erklärung eines Erwachsenen. 

5. Was machst Du in Deiner Freizeit?
Etwas mit der Familie unternehmen, schwimmen gehen, Fitness, Ju-Jutsu, Gitarre spielen (kommt leider viel zu kurz), ins Kino gehen, lesen und schreiben (ja, ich empfinde das Schreiben nicht ausschließlich als Arbeit 😊)

6. Hast Du ein Lieblingsbuch oder Lieblingsautorin? 
Die Werke von Ken Follett, Rebecca Gablé, Sebastian Fitzek, Michael Robotham, Stephan King, Sarah Morgan, Cecilia Ahern....okay ist mehr als einer 😊

7. Wie können wir uns Dich vorstellen, wenn Du mit einem neuem Buch oder einer neuen Geschichte beginnst?
Bevor ich mich an den Schreibtisch setzt und losschreibe, ist schon einiges in meinem Kopf passiert. Die besten Ideen kommen mir abends im Bett kurz vorm Einschlafen. Dann mache ich aber nicht das Licht an und greife zu Papier und Stift, sondern lasse die Gedanken fließen. In den Momenten werden nicht nur die Schauplätze lebendig, sondern auch meine Protagonisten geboren. Dann schlafe ich irgendwann ein (das kann allerdings Stunden dauern) und die Dinge verfestigen sich. Am nächsten Morgen notiere ich mir meist immer noch nicht nichts - manchmal tagelang nicht. Irgendwann hat das Große und Ganze dann solche Formen angenommen, dass ich mich hinsetze und den Plot, die Kulisse und die Protagonisten skizziere. Fange ich damit zu früh an, mache ich mir irgendwie den "Flow" kaputt. Bis ich darauf gekommen bin, hat es einige Bruchlandungen gebraucht. Jeder hat seine eigene Struktur, mit der er am besten arbeiten kann. Gerade die Kreativität ist ja kein Fernsehsender, den man ein- und ausschalten kann, wie es gerade in den Zeitplan passt. Ich werde häufig gefragt, ob ich nicht fürchte, über Nacht alles zu vergessen. Inzwischen habe ich die Angst glücklicherweise nicht mehr. Ich weiß, dass es bei mir nur so funktioniert. Wenn die Phase einmal geschafft ist, mache ich mir dauernd Notizen, dann ist es kein Problem mehr.

8. Welche Genres bevorzugst Du beim Schreiben und beim Lesen?
Als Leserin bin ich in ebenso vielen Genres unterwegs wie als Autorin. Ich mag historische Romane genauso gerne wie Kinder-/Jugendbücher, Liebesromane (besonders welche, die im Winter spielen), Thriller (gerne auch Endzeit) und Horror. Das hängt bei mir von der Tagesform ab und ob mit der Sinn gerade nach Romantik oder Gänsehaut steht - alles ist möglich. Nur Fantasy und Science Fiction sind eher unterepräsentiert.

9. Wie erfindest Du Deine Protagonisten?
Sie erfinden sich selbst, würde ich spontan sagen. Meistens aus einer Plotidee heraus werden in meinen "Kreativnächten" auch die Figuren geboren. Sie kommen auf mich zu, schütteln mir die Hand und stellen sich vor. Hört sich zugegebenermaßen etwas abgedreht an, aber genau so passiert es. Die tiefen Wesenszüge und kleinen Macken entstehen allerdings erst während des Schreibens. Dann verselbstständigen die Figuren sich unter meinen tippenden Fingern, werden zu echten Menschen und machen plötzlich, was sie wollen. Genau das macht die Sache so spannend und schön. Das ist es, was ich am meisten am Autorendasein liebe. Zum Beispiel hat meine Protagonistin Sam McKay aus "Und heute fällt der erste Schnee" von der Landpomeranze, die mir anfangs vorschwebte, nicht viel übrig gelassen :-)

10. Was ist Dein persönliches Lebensmotto?
Nicht ärgern, nur wundern!

11. Was wünscht Du Dir für Deine Zukunft?
Ehrlich gesagt, dass alles so bleibt, wie es ist. Meiner Familie und mir geht es gut, das macht mich glücklich.

12. Wie gehst Du mit Kritik um? 
Anfangs hat mich negative Kritik zehn graue Haare mehr und eine mindestens zweiwöchige Schreibblockade gekostet - es viel mir sehr schwer, meinen gekränkten Stolz beiseite zu schieben und einen Nutzen daraus zu ziehen. Mittlerweile funktioniert das sehr gut. Konstruktive Kritik nehme ich mir immer zu Herzen und überlege, wie ich mich verbessern kann. Das ist für die Weiterentwicklung unheimlich wichtig, denn wer aufhört, sich selbst zu hinterfragen, tritt auf der Stelle. Aber ich lege auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage, denn Geschmäcker sind nun einmal unterschiedlich. Gibt mit der eine 5 Sterne für meine realistische Geschichte, gibt der andere mir einen Stern, weil die Story ihm so unrealistisch erscheint. Ich habe mir abgewöhnt Dinge zu hinterfragen, die Ansichts- oder Geschmacksache sind. Ich bin ein glühender Verfechter der Meinungsfreiheit. Wir leben in einem Land, in dem jeder seine Auffassung kundtun darf, und das ist gut so.

13. Wie sieht Dein ganz normaler Alltag aus?
Morgens mache ich meine Kinder für die Schule fertig, dann setze ich mich zum Schreiben an den Küchentisch - nebenbei versuche ich, den Haushalt unter Kontrolle zu bringen. Mittags kommen meine beiden Damen wieder nach Hause, wir essen zusammen und am Nachmittag schraube ich mir (im übertragenen Sinne) das Taxischild aufs Autodach 😊. Unglaublich, wie viele Einladungen und Termine die Kinder heutzutage haben (Sport, Freunde, Geburtstags, Ärzte etc.). Abends gehe ich zweimal die Woche selbst zum Sport, treffe mich mit Freunden, gehe mit meinem Mann ins Kino (wenn unsere Babysitterin mitmacht), lese oder schreibe. 

14. Was möchtest Du Deinen und meinen Lesern noch sagen?
Wie froh ich bin, dass es sie gibt. Jeder einzelne, dem ich mit meinen Geschichten ein paar Stunden Ablenkung vom Alltag schenken darf, macht mich glücklich.


Am Freitag startet dann noch ein Gewinnspiel mit einer Gewinnspielfrage. Die Antwort werdet Ihr hier im Interview finden ;) 









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