Donnerstag, 2. Februar 2017

Autorenwoche Karin Pelka Tag 4

Autorenwoche Karin Pelka

Tag 4

Hallo Ihr Lieben, 

heute hat die liebe Karin die Fragen 7 und 8 beantwortet. Viel Spaß beim lesen.


7. Wie können wir uns Dich vorstellen, wenn Du mit einem neuem Buch oder Geschichte anfängst?

Kurze Geschichten passieren mir eher spontan. Ich nehme mir Zeit, sorgte dafür, dass mich niemand stört, mache vielleicht Musik an und lausche nach dem, was kommt. Manchmal kommt nicht viel, manchmal sprudelt die Geschichte schneller und intensiver hervor, als ich tippen kann.
Längere Geschichten bauen sich eher stufenweise auf. Mich springt eine Idee an, mit der ich zunächst nichts Anfang, außer sie kurz zu notieren. Aber manche Ideen lassen sich nicht einfach ruhigstellen, sondern machen sich immer wieder bemerkbar. So lange, bis ich erste Szenenfetzen und Bruchstücke eines möglichen Handlungsverlaufs aufschreibe. 
Grundsätzlich schleppe ich immer ein Schulheft mit Blanco-Seiten mit mir herum, das ich in allen möglichen und unmöglichen Situationen hervorziehe und mir Notizen in Geheimschrift fülle ( manchmal ist die Schrift so geheim, dass ich sie selbst kaum noch entschlüsseln kann). Egal ob in der Kassenschlange oder auf der Rolltreppe. Das wirkt möglicherweise befremdlich, aber die Muse kommt, wann sie will. Außerdem umgibt mich dieses seltsame Gebaren mit einer geheimnisvollen Künstler-Aura ;-)
Irgendwann kommt der Moment, an dem ich beginne, aus den Schnipsel eine logische Handlungskette zu entwerfen. Allmählich entsteht ein Szenenplan. Der enthält dann Schnipsel und Dialog-Fetzen, aber bewusst nur wenige Details. Für die lasse ich Raum, bis ich tatsächlich zu schreiben beginne. Wenn ich mir zuviel vorher abstecke, macht mir zum einen das Schreiben keinen Spaß mehr, zum anderen entgehen mir auch die spontanen Ideen, die einen Text überraschend und lebendig mache.
Beim Schreiben versuche ich, das kritische Denken auszuschalten und einfach dem zu folgen, was kommt.Am Ende habe ich immer mehr Szenen, als ich am Anfang geplant hatte, und die Geschichte hat ihren Charakter entwickelt, ohne mich nach meiner Meinung zu fragen. Kritisch begutachtet und zurechtgestutzt wird dann ein paar Wochen später.



8.Welche Genre bevorzugst Du beim schreiben und lesen? 
Beim Lesen bin ich wenig wählerisch. Außer für allzu brutale Thriller und allzu plumpe Romanzen bin ich für alles offen. Am liebsten sind mir Einzeltitel oder Bücher, die von Anfang an beispielsweise als Trilogie entworfen waren. Serien interessieren mich dagegen nicht besonders, weil die Charaktere sich nicht stark verändern. Wenn ich in einer Geschichte eine tiefere Botschaft entdecke, auf überraschende Vergleiche und Wendungen stoße und mich die Handlung fesselt, bin ich glücklich.
Beim Schreiben halte ich es ähnlich. Gerne vermische ich Magisches mit dem normalen Wals-und-Wiesen-Leben, aber ich schreibe auch ganz und gar realistische Geschichten ohne phantastische Elemente. So realistisch Geschichten eben sind...
Zentrale Themen für mich sind Liebe, Zugehörigkeit und dei Sehnsucht nach Freiheit und Wachstum. Ich schreibe aber nur, was mich persönlich wirklich interessiert und motiviert. Für alles, was mir nur oberflächlich spannend erscheint, würde ich nicht wochenlang morgens vor der Sonne aufstehen.


Welche Genre bevorzugt ihr?
Morgen geht es dann wieder weiter mit den Fragen 9, 10, 11 und 12 ;) 








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