Freitag, 3. Februar 2017

Autorenwoche Karin Pelka 5.Tag

Autorenwoche Karin Pelka

Tag 5

Ihr Lieben, heute gibt es gleich 4 Fragen die ich der lieben Karin gestellt habe, und welche Sie beantwortet hat. Warum heute 4 Fragen? Weil das Gewinnspiel zu dieser Autorenwoche bereits läuft und am Sonntag dann der/die Gewinner bekannt gegeben werden. Und nun geht es weiter mit den Fragen 9 und 10...


9.Wie erfindest Du Deine Protagonisten? 
Ehrlich gesagt: Die erfinden sich beim Schreiben. Eine grobe Vorstellung davon, wie die Figur agiert, wie alt sie ist, aus welcher Lebenssituation sie kommt, habe ich natürlich, bevor es losgeht. Allerdings überlege ich mir nie Details wie Augenfarben oder Frisuren vorab, oder ob eine Figur gerne Spagetti isst oder ob sie Hunde hasst - es sei denn, das wäre für den Verlauf der Geschichte wichtig. Details ergeben sich beim Schreiben nach und nach, manche von ihnen werden wichtig, andere machen die Figur „bloß“ lebendiger. So lerne ich selbst meine Figuren langsam kennen.
Beim Überarbeiten hole ich dann Details, die erst später dazugekommen sind, bei Bedarf in den Anfang der Geschichte und oft ist es auch nötig, das Äußere der Figuren im Nachhinein zusammenzufassen und dem Leser zu Beginn der Geschichte ein Bild davon zu vermitteln. Das macht zwar etwas Arbeit, ist aber nicht schlimm, weil ich meine Anfänge ohnehin zigmal umschreibe, bis ich mit ihnen zufrieden bin.
Von realen Personen leihe ich mir gelegentlich einen auffälligen Charakterzug, den ich dann auf die Spitze treiben kann - und mit Eigenschaften flankiere, die das lebende Vorbild nicht hat. Ich will ja niemanden kopieren.
Einzige Ausnahme ist meine manisch zwischen Liebeswut und blitzenden Krallen schwankende Katze Trendy. Die hat die Ehre, in meinem Projekt „Scheinschön“ eine entscheidende Rolle zu spielen. Trendy ist wirklich ein Unikat, die könnte man nicht erfinden und ich denke, sie verzeiht mir, wenn ich sie weiterhin brav mehrmals täglich vor der akuten Gefahr des Verhungerns errette.


10.Was ist Dein persönliches Lebensmotto?
Hm, habe ich ein Lebensmotto?
Vielleicht könnte man es so formulieren: „Mach jeden Tag einen kleinen Schritt und dein Ziel kommt dir ein Stück entgegen.“
Im Grunde bin ich ein wahnsinnig ungeduldiger Mensch. Ich hätte alles am liebsten sofort und negative Bescheide mag ich auch nicht. Aber ich musste zähneknirschend einsehen, dass Fehlschläge manchmal auch etwas Gutes haben und die eigentliche Aufgabe im Lernen liegt. Wenn jetzt etwas schief geht oder mir das Schicksal einen Felsbrocken in den Weg rollt, dann sage ich mir: „Das ist zwar echt mies, aber das wird mich nicht abhalten, weiterzumachen.“ Natürlich zittern die Felsbrocken deswegen nicht vor Angst und machen sich aus dem Staub. Ich aber auch nicht! Manchmal ist mein Sturkopf durchaus zu etwas nütze ;-)


Und nun die Fragen 11 und 12 :) 


11.Was wünscht Du Dir für die Zukunft?
Dass ich noch viel lernen kann!
Meine absolute Horror-Vision wäre, als alte Frau desillusioniert und verbittert am Fenster zu stehen, die Welt draußen furchtbar zu finden und über alles zu schimpfen, was in mein Sichtfeld huscht. 
Ich möchte mir die Neugierde erhalten, mich immer wieder von neuen Impulsen inspirieren lassen und Altes infrage stellen.
Ich würde sagen, ist das der Schlüssel zur ewigen Jugend. Na gut, Falten kriegt man trotzdem, und graue Haare auch, das kann ich nicht leugnen. Aber die inneren Werte zählen ja.


12.Wie gehst Du mit Kritik um?
Früher habe ich Kritik sehr persönlich genommen und war schnell in meinen Grundfesten erschüttert. Wenn das Selbstwertgefühl auf wackeligen Beinen steht, dann ist jede Form von Kritik eine Bestätigung für die eigenen Zweifel. So macht es natürlich wenig Spaß, sich mit Geschichten nach draußen zu wagen, die einem am Herzen liegen. Es wird sich immer jemand finden, dem dies oder jenes daran nicht gefällt und, schwupps, ist man tödlich verwundet.
Inzwischen habe ich gelernt, nützliche von destruktiver Kritik zu unterscheiden und kann eigene Fehler sehen, ohne gleich ins Wanken zu kommen. Kritisches Feedback ist grundsätzlich wichtig, wenn man Stolperstellen im Text aufspüren will, die einem selbst nicht auffallen und wenn man sich entwickeln will. Es kommt dabei aber auch auf den richtigen Zeitpunkt an. Grundsätzlich gebe ich Texte anderen erst zu lesen, wenn ich sie abgeschlossen und nach einiger Zeit selbst noch einmal überarbeitet habe. Und meine allererste Testleserin ist immer meine beste Freundin. Wenn sie zufrieden ist, weiß ich, dass ich nicht grundsätzlich daneben liegen kann, auch wenn Einzelheiten vielleicht zu diskutieren sind.
Manchmal ärgere ich mich natürlich trotzdem, wenn ich missverstanden worden bin oder mich ungerecht behandelt fühle. Besonders gemein ist es, wenn ich hinterher einsehen muss, dass der andere damit trotzdem Recht hatte.
Destruktive Kritik, die nur darauf abzielt, das Gegenüber abzukanzeln, nützt dagegen niemandem. Die verrät mehr über ihren Absender aus, als über den Empfänger ...


Was wünscht Ihr Euch für Eure Zukunft? 
Und nicht vergessen, morgen wieder vorbeizuschauen ;) 




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