Samstag, 14. Januar 2017

Rezension zu Mitbewohner von Bert Sieverding

Mitbewohner



Verlag: tredition
Seiten: 200
Veröffentlicht: 2. September 2015
ISBN: 978-3732356867
Preis: Taschenbuch € 9,99 / Kindle-ebook € 4,99

Der Autor: (Quelle: Was lese ich.de ) 
Bert Sieverding wurde 1956 in Kreis Vechta geboren, wuchs auf einem Bauernhof auf und zog zum Maschinenbaustudium nach Braunschweig. In seinem Roman lässiger er diese Zeit in einer knappen und präzisen Sprache lebendig werden.
Zur Schärfung seiner Kreativität begann Sieverding 2008 mit der Malerei und 2012 mit dem Schreiben von Drehbüchern. " Mitbewohner" ist sein zweiter Roman.

Klappentext:
Anna war weg. Ich wollte mich umbringen, hatte aber weder eine Stereoanlage noch passende Musik dazu. >> Bauen Sie Ihre Boxen doch selber <<, meinte der Verkäufer bei Karstadt. Ich unterbrach ihn: >> Wie, was heißt das : selber bauen? Sie meinen, ich geh zum Völkner, kauf mir die Teile und schraub alles in eine Holzkiste?<<
Sommer 1979: Bert hat es nicht leicht mit den Mitbewohnerinnen im Studentenwohnheim. Gerade erst ist der Maschinenbaustudent von seiner großen Liebe Anna verlassen worden, da drängt sich die redselige Jule in sein Leben.
Die Atomkraft-Gegnerin hat klare Vorstellungen vom Umgang mit der Umwelt und dem moralischen Handeln angehender Ingenieure.
Und dann sind da noch die schöne Biologiestudentin Sabine, die sich für den Tierschutz einsetzt und so gar nicht mit Berts Praktikumsplänen bei einem Betrieb zu Planung von Anlagen zur Massentierhaltung in seiner alten Heimat Südoldenburg einverstanden ist, sowie sechzehn Kisten Wein aus Rheinhessen und ein ständig kaputter Opel Kadett. 
Gut, dass es zumindest noch einen Rückzugsort gibt: den Bastelkeller des Wohnheims, zum Bau von Lautsprecherboxen.
Ein Roman aus einer Zeit, als Atomkraft in aller Munde und die Angst vor dem Kommunismus allgegenwärtig ist. 


Meine persönliche Meinung und Fazit: 

Das Cover ist einfach gehalten, der Titel rechts. Auf dem Cover wird eine Lautsprecherbox gezeigt, somit passt Titel und Cover perfekt zum Inhalt des Romans. 
Der Schreibstil von Bert Sieverding ist kurz, prägnant und mit vielen Absätzen, daher ist es auch sehr leicht und flüssig zu lesen. 
Wie ich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich sofort gefesselt und fand mich in der Studentenzeit in den 80ern wieder. Durch die Dialoge, Protagonisten und Erzählung, kam es mir so vor, als würde ich selbst in diesem Wohnheim wohnen und als stiller Beobachter alles mitansehen. 
Die Themen von Politik, Musik, Atomkraft, Umwelt und Co, wurden gut in den Roman eingebunden und ja, sogar das Thema "Technik" kam darin vor. Jetzt weiß ich ein wenig über das Boxen bauen Bescheid. 
Mit etwas Humor, sachlich geschrieben, und hin und wieder ein wenig Spannung, fand ich diesen Roman sehr lesenswert. 
Für Zwischendurch ist Mitbewohner sehr gut geeignet.

Mein persönliches Fazit: Ein gelungener "Kurzroman" über das damalige Studentenleben, Atomkraft, Umwelt und Musik. Da es mir hier an nichts beim lesen fehlte, vergebe ich hier 5 💖💖💖💖💖
und 10/10 Punkten. 
Danksagung:

Vielen herzlichen Dank an Bert Sieverding für das Rezi-Exemplar. 

Herzliche Lesegrüße ,
Eure