Dienstag, 31. Januar 2017

Autorenwoche Karin Pelka 2.Tag

Autorenwoche Karin Pelka

Tag 2 

Ihr Lieben,

Heute geht es weiter mit den Fragen 3 und 4 der Autorenwoche mit Karin Pelka ! Viel Spaß wünsche ich Euch :) 


3. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? 

Wie ich zum Schreiben gekommen bin, ist eine ziemlich kurze Geschichte: Schon als kleines Mädchen habe ich mich selbst mit Geschichten unterhalten, konnte stundenlang in Abenteuer, Dramen und Kinder-Romanzen verschwinden. Märchen und Bücher waren immer Teil meines Lebens. Mit dem ersten Erwachsenen-Krimi, den ich wahrscheinlich ein paar Jahre zu früh in die Finger bekam, wusste ich, was ich werden wollte, wenn ich groß bin: Autorin. 
Gemütlich an der Schreibmaschine sitzen, das Fenster zum Garten im Blick und die Freiheit genießen, jeden Tag zu bedeutenden Abenteuern auszubrechen, ohne den sichern Hafen zu verlassen. Die Idee fand ich ziemlich gut und ich fing an, mit zwei Fingern wilde Stories zu tippen.

Die ganze tragisch-komische Geschichte gibts auf meiner Website zum Nachlesen: 

Die Geschichte, wie ich vom Schreiben wegkam und wieder zurück, ist dagegen komplizierter. 
Sie hängt damit zusammen, dass Schreiben eben doch keine Tätigkeit ist, bei der man in der wohligen Sicherheit der Fantasie leben kann. Zumindest nicht, wenn man sich entwickeln möchte nd etwas veröffentlichen will. In dieser Hinsicht hatte ich mich getäuscht. 
Meine ersten Schreibversuche machten mir Spaß, ich tauchte in meine Geschichten ab und am Ende fand ich die Produkte fantastisch. Allerdings war ich damit die Einzige. Bei Wettbewerben kam ich damit nicht an, niemand interessierte sich für meine kleinen Werke. Mit dämmerte zwar, dass es an meinen Geschichten liegen musste und nicht am Publikum, aber ich unterlag dem verbreiteten Irrglauben, dass man entweder als Genie zur Welt kommt, oder als Wurm.
Nach vielen Enttäuschungen und Fehlschlägen ( und einigen Ermutigungen, die ich leider nicht für voll nahm ), zog ich mich beleidigt zurück und beschloss, dass mir die Schreiberei den Buckel runter rutschen kann. Ich brauche sie gar nicht. Kein bisschen. Bin ich eben ein Wurm. Schreiben wollen, was für eine absurde Idee!
Tja, so lebte ich dahin, ging Beziehungen ein, durchlebte Trennungen, wurde langsam erwachsen. Ich lernte meinen Mann kennen, wir zogen zusammen, bekamen ein Kind. Das war alles super, aber ich fühlte mich um etwas betrogen. Um den Traum, der nicht hatte sein sollen.
Als mein Sohn beinahe zwei war und mein dreißigster Geburtstag im Kalender stand, dachte ich mir: Wenn mein Kind größer wird, dann bestärke ich es darin, seine Träume zu leben, seine Talente zu folgen - und nicht dem, was andere für machbar halten. Und im gleichen Moment ging mir auf, dass ich ihm das schlecht predigen konnte - ich wusste ja gar nicht, wovon ich spreche.
Das war der Augenblick, an dem ich beschloss einen Roman zu schreiben, nein, ganz viele, ich würde schreiben und niemals wieder damit aufhören, bis die Welt aus den Angeln bricht. 

Genau das tue ich seitdem.
Damit falle ich immer wieder auf die Nase. Nicht jede Fantasie kann ich so aufs Papier bringen, wie sie in meinem Kopf lebt. Es geht nicht immer leicht von der Hand und manchmal weiß ich nicht weiter. Aber mit jeder Stunde, die ich mich dem Schreiben widme, lerne ich dazu - und die Option, ohne das Schreiben zu leben, rückt ins Reich der absurden Ideen. 


4. Arbeitest Du gerade an einem neuen Projekt? Wenn ja, möchtest Du uns ein wenig darüber berichten? 

Ja, ich arbeite eigentlich immer an etwas. Es gibt einfach zu viele spannende Ideen und zu wenig Zeit, sie alle aufzuschreiben.
Mit Unterbrechungen arbeite ich seit über einem Jahr an einem "richtigen" Roman. Er trägt den Arbeitstitel "Scheinschön" und dreht sich zentral um die Frage, ob Liebe böse sein kann - und Hass heilsam?

Momentan überarbeite ich den Text von rund 430 Seiten noch einmal, bevor ich Probekapitel und Exposé mein Glück bei einigen Verlagen versuche. Vielleicht trifft mein Buch auf jemand, der es gerne verlegen möchte. Wenn nicht, werde ich es spätestens im Herbst diesen Jahres selbst herausbringen. Mit meinen bisherigen Kurzromanen konnte ich diesbezüglich schon etwas Erfahrung sammeln, so dass ich weiß, was auf mich zukommt. Alles selbst zu machen, bedeutet zwar einen großen Arbeitsaufwand und den Verzicht auf ein gut vernetztes Vertriebssystem, aber da ich gerne grafisch gestalte und dazu lerne, ist das kein Hindernis.

Tja, aber um was geht es nun? 

Der vorläufige Klappentext liest sich so: 

Trotz der heftigen Gefühle für ihre Affäre hält Luzie an der vernünftigen Ehe mit Bernd fest, denn ihre Sehnsucht gilt einer Frau: Jasmin. Als Bernd Luzie seinerseits hinauswirft, kann Luzie nur bei Jasmin unterkommen. Luzie versucht, Abstand zu wahren, doch sie spürt immer deutlicher, dass sie zum ersten Mal richtig verliebt ist. Zaghaft freundet sich Luzie mit dem Gedanken an, sie könnte lesbisch sein. Aber wie vermittelt sie die Situation ihrer konservativen Mutter Dora, von deren Urteil Luzies Selbstwert abhängt.
Die streng auf Anstand bedachte Dora dagegen hütet ihrerseits nicht nur ein schmutziges Geheimnis, sie ist auch wild entschlossen, als Untergrundkämpferin gegen die Flüchtlingsunterkunft in ihrer Straße vorzugehen. Die Werte des Abendlandes müssen schließlich gegen die einfallenden Barbaren verteidigt werden. Notfalls mit barbarischen Mitteln.
Wird Luzie das doppelte Spiel der Mutter durchschauen und den Mut finden, ihrem Herzen zu folgen? 

Rund um "Scheinschön" gibt es einen Blog, den ich gelegentlich mit Hintergründen und Gedanken zu meinem Projekt füttere. Wer mag, klickt gerne mal dort vorbei: KLICK
Neue Artikel poste ich aber auch auf meiner Facebookseite, dort laufen alle Fäden zusammen. 

Hier geht es direkt zu einem Artikel, der erzählt, wie die Idee zu diesem Roman ins Rollen kam: 


Morgen geht es dann weiter mit den Fragen 5 und 6 :) Wie gefällt es Euch bis jetzt?